Mäzen und HSV-Fan: Der Schweizer Hanseat - Klaus-Michael Kühne ist tot
Aus der mittelständischen Transportfirma Kühne+Nagel hat er einen Weltkonzern geformt.
Seine Heimat Hamburg profitierte stark von ihm.
Nun ist der Unternehmer und Mäzen Klaus-Michael Kühne gestorben.
Die meiste Aufmerksamkeit hat er in den letzten Jahren seines Lebens als Stifter einer neuen Oper in Hamburg, als Sponsor und Fan des HSV sowie als Luxus-Hotelier bekommen.
Doch das wird seinem enormen Einfluss auf die Logistik-Wirtschaft nicht gerecht.
Klaus-Michael Kühne, Inhaber des Konzerns Kühne+Nagel, hat die Branche mitgeprägt.
In der Nacht zu Montag starb er nach Angaben des Konzerns im Alter von 89 Jahren im schweizerischen Schindellegi.
Kühne formte einen weltweit führenden Logistik -Konzern Kühne musste schon als junger Mann Verantwortung tragen.
Sein kränkelnder Vater wollte den einzigen Sohn an der Spitze des Familienunternehmens Kühne+Nagel sehen und betraute ihn früh mit Führungsaufgaben. „Zu früh“, sagte Kühne einmal in einem Gespräch mit der „Zeit“. „Ich habe manchen Fehler gemacht.“ Und er habe auf vieles verzichten müssen.
Nach dem frühen Start entwickelte er aus dem mittelständischen Speditionsunternehmen einen weltweit führenden Logistik-Konzern.
Dabei lief nicht immer alles glatt.
Zweimal musste sich Kühne von Teilen seines Unternehmens trennen und kaufte sie später wieder zurück.
Doch am Ende steht ein Weltkonzern mit mehr als 1.300 Niederlassungen in fast 100 Ländern und rund 88.000 Beschäftigten.
Wie reich Kühne wirklich war, wusste nur er selbst.
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