Pferd Checker zurückgezogen: Reit-Olympiasieger verliert Platz im Spitzenkader
Bei der Heim-WM in Aachen hatte die Ersatzrolle von Christian Kukuk für Diskussionen gesorgt, jetzt hat der Olympiasieger sein Pferd Checker aus dem Kader für die Sommerspiele 2028 genommen. Der 36-Jährige habe selbst um den Schritt gebeten, teilte die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) mit. "Da Christian Kukuk aktuell kein weiteres Pferd im Olympia-Kader hat, ist er somit nicht mehr Teil des deutschen Spitzenkaders", so der Verband.
Nach FN-Angaben würde der Reiter "auf eigenen Wunsch" nicht mehr zum Kader gehören, genau wie der 16-jährige Westfale Checker. Ob dies eine Reaktion von Kukuk auf die Nichtberücksichtigung für die Heim-WM ist, ließ der Verband offen.
Kukuk und Checker hatten in Aachen nur als Ersatzpaar zur Verfügung gestanden, ohne die beiden holte das deutsche Team erstmals seit 16 Jahren wieder Gold. Ursprünglich war das Paar sogar nur zweite Reserve gewesen. Die Entscheidung hatte im Vorfeld für Verwunderung gesorgt - und Kukuk bekundete öffentlich seinen Unmut: "Ich bin sehr enttäuscht über die Art und Weise, wie das gelaufen ist. Das wird sich auch nicht ändern in der nächsten Zeit."
Checker hatte Kukuk 2024 vor Schloss Versailles überraschend zu Einzelgold bei Olympia getragen. "Dass Christian enttäuscht ist, kann ich total verstehen", hatte Bundestrainer Otto Becker vor der WM gesagt. Er selbst sei auch schonmal nur Ersatzmann gewesen und sieht es als "eine undankbare Aufgabe" an. Kukuk habe "als Olympiasieger, genau wie andere auch, versucht, sich zu qualifizieren. Aber wir haben es sportlich bewertet."
Checker gehört Fußballer Thomas Müller und der Beerbaum-Mäzenin Madeleine Winter-Schulze. Viele Jahre arbeitete Kukuk für Ludger Beerbaum, erst seit einem halben Jahr ist er selbstständig. Kukuk darf Checker nur weiterhin reiten, weil er im Gegenzug für Beerbaums Team Riesenbeck International in der Global Champions Tour antritt.
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