Schwierige Haushaltslage: Brandenburgs Bauern sollen ab 2028 mehr fürs Wasser zahlen
Das Bewässern von Spargel, Kartoffel und Co. wird teurer für die Bauern - die Agrarministerin plant eine Preiserhöhung für die Entnahme von Wasser.
Nach Streit liegt nun ein Kompromiss auf dem Tisch.
Die Entnahme von Wasser soll in Brandenburg teurer werden.
Ein Kompromissvorschlag solle in der kommenden Woche ins Kabinett eingebracht werden, sagte Agrar- und Umweltministerin Hanka Mittelstädt (SPD) bei einem Termin mit dem Landesbauernverband in Teltow.
Zuletzt hatte es mit den Bauern Streit um die Höhe der Preisanhebung gegeben.
Auf dem Tisch liegt nun ein Grundwasser-Festpreis für Landwirte: Ab 2028 soll er stufenweise alle fünf Jahre um zehn Prozent steigen.
Der große Unterschied: Bislang wurden nur für 7 Prozent der genutzten Wassermenge Entgelte verlangt; 93 Prozent wurden laut Gesetz als wieder ins Grundwasser eingeleitet deklariert.
Das soll künftig wegfallen. „Wir verabschieden uns von der Idee, dass Beregnungswasser ins Grundwasser geht“, sagte Bauernpräsident Henrik Wendorff.
Mehr Kosten für die Bauern - Investitionen in Wasserinfrastruktur Der Landesbauernverband hatte auf die Debatte um höhere Preise zunächst mit scharfer Kritik reagiert.
Nach Gesprächen mit der Ministerin gibt es nun Zahlen: Statt 11,5 Cent soll ein Kubikmeter Wasser für die Landwirte dann 1,38 Cent kosten – dafür sollen aber nicht mehr nur 7 Prozent berechnet werden, sondern dann 100 Prozent des Wassers.
Eine Ausnahme bleibt bestehen: Die ersten 3.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr bleiben für die Bauern frei. „Es bleibt eine Kostensteigerung für die Bauern“, betonte Wendorff.
Er rechne mit dem Anderthalbfachen an Kosten für die Betriebe – wobei dies sehr unterschiedlich verteilt sein könne. „Wir haben Betriebe mit sehr hohem Wasserverbrauch und mit einem marginalen Verbrauch.“ Die Mehreinnahmen sollen laut Ministerium in die Wasserinfrastruktur in Brandenburg fließen.
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