Das klang bei Eberl ganz anders - Bayern-Boss mit überraschender Transfer-Aussage!
Osnabrück/München – Das passt nicht so ganz zusammen! Seit Mittwochabend ist klar: Abwehr-Allrounder Hiroki Ito (27/Vertrag bis 2028) wird den FC Bayern in diesem Sommer nicht verlassen. Das verkündete Sportdirektor Christoph Freund (49) bereits auf einer Pressekonferenz am Dienstagvormittag, am letzten Tag des deutschen Sommer-Transferfensters. Am Mittwoch war dann auch in den Niederlanden Deadline Day, damit ist auch ein Wechsel zu Ajax Amsterdam ausgeschlossen. Nachdem Sportvorstand Max Eberl (52) den Japaner Ende Juli öffentlich zum Verkauf gestellt hatte, ist die Transfer-Wende perfekt. Nach dem 4:1 der Münchner in der 1. DFB-Pokalrunde in Osnabrück fragte BILD Freund nach den Hintergründen – die Antwort war überraschend!
Der Österreicher behauptete: „Es war nie unser großes Ansinnen, Hiroki abzugeben! Er ist ein wichtiger Spieler, der jetzt über einen längeren Zeitraum auch wieder richtig fit ist (nach drei Mittelfußbrüchen und einem Muskelfaserriss in den vergangenen zwei Jahren; Anm. d. Red.). Wenn etwas Außergewöhnliches gekommen wäre und Hiroki gesagt hätte, dass er sich das vorstellen kann, dann hätten wir uns damit auseinandergesetzt – aber sonst war das kein großes Thema.“
Pikant: Die „tz“ hatte am Montag darüber berichtet, dass der Spieler bei Ajax Amsterdam angeboten worden war. Und BILD weiß: Gerade in den vergangenen Tagen war ein möglicher Verkauf von Ito intern sehr wohl Thema! Dazu passen auch Aussagen von Eberl, die er schon vor über einem Monat während des Trainingslagers am Tegernsee getätigt hatte. Der Sportvorstand sagte damals, ohne dass er explizit auf Ito angesprochen worden war: „Wenn es bei Hiroki einen Gedanken an einen Wechsel geben sollte, weil er selbst merkt, dass es schwierig wird, dann werden wir uns damit beschäftigen.“ So weit, so deckungsgleich noch mit den Aussagen von Freund.
Doch dann schob Eberl auch noch nach, wieso ein Abgang für die Nummer 21 des deutschen Rekordmeisters und für den Klub durchaus Sinn ergeben könnte: „Für die linke Abwehrseite haben wir jetzt das mit Nene Brown gemacht (kam für rund 50 Mio. Euro aus Frankfurt; d. Red.).“ Und als dessen Top-Konkurrenten für die Linksverteidiger-Position hat Trainer Vincent Kompany (40) immer noch Kanada-Topstar Alphonso Davies (25) im Kader. Itos Hauptposition bei den Münchnern ist also neuerdings doppelt stark besetzt.
Zur zweiten Position des wortkargen Japaners im Abwehrzentrum sagte Eberl: „In der Innenverteidigung haben wir mit Minjae, Jona und Upa (Kim, Tah und Upamecano; Anm. d. Red.) natürlich drei herausragende Spieler.“ Ein klares, öffentlichkeitswirksames Signal an Ito, dass er es 2026/27 beim Double-Sieger schwer haben würde – und damit sollte der Sportvorstand erst mal recht behalten, denn der Verteidiger ist der einzige Feldspieler des FC Bayern, der in den ersten drei Pflichtspielen im Kader stand, aber keine Minute spielte.
Die Eberl-Sätze von Ende Juli machen deutlich, dass er nichts gegen einen Ito-Transfer zu passenden Konditionen gehabt hätte. Dass das Thema nun nach den ersten beiden Saisonspielen ohne Einsatz vor dem Pokalspiel in Osnabrück auch intern noch mal heißer wurde, ist auch logisch.
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