Gegenkandidat gesucht - Uefa-Boss will NICHT gegen Infantino antreten
ER ist der mächtigste Kritiker von Fifa-Boss Gianni Infantino (56) – aber hat kein Bedürfnis, dessen Nachfolger zu werden. Uefa-Präsident Aleksander Ceferin (58) schließt eine Kandidatur für den Chefposten beim Fußball-Weltverband aus. Er werde sich bei der Wahl im März kommenden Jahres nicht als Herausforderer aufstellen lassen, sagte der Slowene im britischen Podcast „The Rest is Politics“.
„Ich bin nicht interessiert“, meinte Ceferin. Diese Entscheidung habe zwei Gründe. Zum einen liebe er die Arbeit bei der Uefa, wolle den Posten nicht aufgeben. „Und der zweite Punkt ist: Meine Glaubwürdigkeit ist um ein Vielfaches höher, wenn ich kein Interesse an diesem Posten habe“, betonte der 58-Jährige, der seit zehn Jahren an der Uefa -Spitze steht und dessen Amtszeit ebenfalls im kommenden Jahr endet.
Infantino ist in den vergangenen Monaten massiv unter Druck geraten, zum einen wegen seiner Rolle bei der Aufhebung der Sperre von US-Fußballer Folarin Balogun (25) bei der WM nach einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump (80), besonders aber, nachdem seine Pläne über die Einbindung von Investoren für zukünftige WM-Geschäfte öffentlich geworden waren.
Die Entrüstung in der Fußball-Welt war groß, angeführt von Ceferin wendeten sich die europäischen Verbände gegen Infantino . Die Uefa will Infantinos Wiederwahl verhindern. Sie hatte einen Boykott aller Fifa-Wettbewerbe angekündigt, die Weltmeisterschaften eingeschlossen. Auch nach Rücknahme der Infantino-Pläne hatte die Uefa die Drohung wiederholt.
Das Problem: Bis jetzt gibt es keinen Gegenkandidaten für Infantino. Die Fifa hat den 18. November als Frist für die Nominierung von Herausforderern festgelegt.
Ceferin hofft, dass Infantino erkennt, „dass er nicht die nötige Unterstützung für seine Wiederwahl hat“ und quasi selbst zurücktritt. „Die zweite Möglichkeit ist, dass er zur Wahl antritt. In diesem Fall wird es wohl einen Gegenkandidaten geben. Ich weiß allerdings noch nicht, wer dies sein wird“, sagte Ceferin.
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