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Schulze gegen Siegmund: Attacke, Attacke, Attacke – das ist jetzt die CDU-Strategie

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Schulze gegen Siegmund: Attacke, Attacke, Attacke – das ist jetzt die CDU-Strategie

Der sachsen-anhaltische Ministerpräsident Sven Schulze schaltet sofort in den Angriffsmodus, als er am Mittwochabend im MDR im direkten Duell auf den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund trifft. Der CDU-Politiker greift das „Frauenbild der AfD“ auf und wirft Siegmund vor, dass seine Partei „Frauen zurück am Herd“ sehen wolle. „So ein Schwachsinn“, weist Siegmund das zurück und spricht von „Fake News“. Und in dieser Pauschalität lässt sich der Vorwurf von Schulze tatsächlich nicht belegen. Auch die Aussage, der AfD-Landesvorsitzende Martin Reichardt sei auf einem Foto beim Hitlergruß zu sehen, hängt etwas in der Luft, denn besagte Fotografie belegt dies nicht eindeutig. Der Vorwurf des Rechtsextremismus gegen die AfD hätte an anderer Stelle auf festeren Füßen gestanden, doch Schulze bringt ihn hier.

Doch mit seinen Attacken zeigt der Amtsinhaber sogleich, dass er die harte Konfrontation nicht scheut. Und Siegmund braucht einige Zeit, sich zu sortieren. Die ersten Minuten verbringt er vor allem mit Phrasen wie „Die Zukunft ist die AfD in Deutschland“ und „Wir werden Geschichte schreiben, so oder so“.

Und die nächste Attacke von CDU-Spitzenkandidat Schulze, dessen Partei in einer am Mittwochabend veröffentlichten Umfrage nur noch auf 22 Prozent kommt, folgt sogleich. Eine AfD-geführte Landesregierung unter Siegmund werde bloß eine „Marionette von Frau Weidel“ sein, warnt er. Er hingegen bringe die „Themen von Sachsen-Anhalt in Berlin“ ein. Berlin – das ist genau das richtige Stichwort für Siegmund, der nun spitz fragt, „wo Herr Merz aktuell in ihrem Wahlkampf ist“? Der Kanzler ist im CDU-Wahlkampf kaum zu sehen. Es wirkt fast so, als müsse er versteckt werden. Punkt für Siegmund.

Später greift Siegmund beim Thema Spritpreise an, doch den Treffer bei dem Thema setzt Schulze: Es sei doch die AfD gewesen, „die monatelang dem Herrn Trump hinterhergelaufen“ sei. Und der trage schließlich maßgebliche Verantwortung für die hohen Preise, erklärt Schulze. Die AfD sei „weder kritisch bei Putin noch bei Trump“.

Dann macht Schulze es gezielt kleinteilig, lenkt den Blick auf Praktikumsgutscheine für Schüler, ein Lieblingsprojekt des CDU-Politikers. Siegmund wirkt an dem Punkt nicht sattelfest und sagt, er müsse dazu erst „mit den Kollegen im Ausschuss reden“.

Hart zeigt sich der Amtsinhaber beim Thema Rente. Der Rentenstreit mit der CDU-geführten Bundesregierung sei ein „Thema, wo ich sehr hart kämpfe“. Schulze kündigt an, dass er der Reform, die ein Ende der abschlagsfreien Rente mit 63 vorsieht, ohne Nachbesserungen im Bundesrat nicht zustimmen werde.

Siegmund geht weniger gerne ins Detail und erklärt, mit der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt werde eine grundsätzliche Politikwende für ganz Deutschland eingeleitet. „Das große Rad muss in Berlin gedreht werden“, denn Sachsen-Anhalt sei nun einmal abhängig „von den völlig verrückten Entscheidungen“ dort. Eine AfD-geführte Landesregierung werde da nicht länger mitspielen.

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