Dax-Manager: SAP-Chef: Kanzlerwechsel löst das Problem nicht
Christian Klein hält einen Austausch des Kanzlers nicht für zielführend.
Die Regierung müsse ein klares Bild der Zukunft zeichnen.
Der Manager macht konkrete Vorschläge - etwa beim Kündigungsschutz.
SAP-Chef Christian Klein hat sich zurückhaltend zur Krise von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und einem Kanzlerwechsel geäußert. „Ich glaube nicht, dass die Probleme in der Koalition durch Veränderung an der Spitze verschwinden würden“, sagte Klein der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
Merz sei in keiner einfachen Lage, aber er sehe bei ihm die Erkenntnis und auch die Klarheit, zu handeln.
Viele Reformen seien überfällig und natürlich schwer zu vermitteln. „Dennoch muss die Koalition es schaffen, das Land, die Bürgerinnen und Bürger, mitzunehmen“, sagte Klein.
Wenn die auf den Weg gebrachten Reformen jetzt erneut infrage gestellt würden, dann bekäme die Bundesregierung insgesamt ein Glaubwürdigkeitsproblem. „Wenn die Regierung ein klares Bild zeichnet, wo es hingehen soll, damit es allen besser geht, dann steigt auch die Bereitschaft, kurzfristig harte Einschnitte hinzunehmen“, sagte Klein.
Der 46-Jährige zog einen Vergleich zur Transformation im eigenen Konzern: „Die Strategie ist überzeugend.
Aber sie greift nicht, wenn ich die Mitarbeiter und Investoren nicht mitnehme.“ In seiner Rolle müsse er auch harte Entscheidungen treffen. „Hierfür gewinnt man nicht immer einen Beliebtheitspreis“, sagte Klein.
Klein: Was sich in Deutschland ändern muss In Deutschland müsse man an die Bürokratie ran.
Diese müsse schlanker und effizienter werden.
Digitalisierung und Schnelligkeit seien wichtig.
Deutschland brauche definitiv Einwanderung.
Aber auch dafür brauche es eine klare Vision. „Und natürlich braucht es Wirtschaftswachstum, sonst können wir unser Sozialsystem nicht halten“, sagte Klein. „Für die Wirtschaft wäre es zum Beispiel hilfreich, wenn man den Kündigungsschutz , der ein hohes Gut ist, vielleicht etwas flexibler macht - für Mitarbeiter, die weit überdurchschnittlich verdienen“, sagte Klein.
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