Sicherheitskonzept im Fokus: Wegen Anschlag: Ermittlungen gegen Weihnachtsmarktbetreiber
Sechs Menschen sind vor knapp zwei Jahren bei dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt gestorben.
Der Attentäter wurde verurteilt.
Jetzt wird gegen weitere Personen ermittelt.
Wegen möglicher Versäumnisse vor dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg gegen den Geschäftsführer der Weihnachtsmarktgesellschaft.
Dessen Anwalt bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Tötung durch Unterlassen.
Ende August dieses Jahres habe es daher auch Durchsuchungen unter anderem in den Büros der Gesellschaft in Magdeburg gegeben.
Zuerst hatte die „Magdeburger Volksstimme“ berichtet.
Bei dem Anschlag vor fast zwei Jahren starben auf dem Weihnachtsmarkt sechs Menschen, mehr als 300 wurden zum Teil schwer verletzt.
Der Attentäter, der mit einem Mietwagen über den Markt vor dem Magdeburger Rathaus gerast war, wurde im Juni wegen Mordes und versuchten Mordes schuldig gesprochen und zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
Das Gericht stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest.
53 Strafanzeigen in Zusammenhang mit dem Anschlag Neben den Ermittlungen gegen den Attentäter gibt es aber auch weitere Ermittlungen.
Auch ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss des Landtages beschäftigte sich mit dem Anschlag und dem Sicherheitskonzept des Weihnachtsmarktes.
Marktbetreiber, Polizei und Stadtverwaltung hatten dabei die Zuständigkeiten in der Vergangenheit von sich gewiesen.
Laut dem Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses hätten Defizite im Handeln mehrerer Behörden den Anschlag begünstigt.
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