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Iran-Krieg: Iranische Wirtschaft schrumpft drastisch und der Ölpreis steigt

Der Spiegel Ausland ·
Iran-Krieg: Iranische Wirtschaft schrumpft drastisch und der Ölpreis steigt

Iran leidet seit Jahren unter einer Hyperinflation und einer starken Abwertung des Rial, was insbesondere auf die gegen Teheran verhängten Sanktionen zurückzuführen ist. Der Krieg hat diese Entwicklung noch verschärft, wodurch die Kaufkraft der Iraner rapide schwindet.

So ist die iranische Wirtschaft nach offiziellen Angaben seit Kriegsbeginn stark geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes ging von Ende März bis Ende Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,1 Prozent zurück, wie das iranische Statistikamt am Sonntag mitteilte.

Iran ist angewiesen auf die Einnahmen aus seinen Ölexporten. Seit dem Beginn des von den USA und Israel Ende Februar angezettelten Krieges hält Teheran die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Straße von Hormus weitgehend geschlossen. Im Gegenzug verhängten die USA eine Seeblockade iranischer Häfen, was die ohnehin von Sanktionen belegten Ölexporte Irans weiter beeinträchtigte.

Zuletzt war die Sorge vor einem Wiederaufflammen der Kämpfe gewachsen. Der Chef des iranischen nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Resaei, warnte, bei einer Fortsetzung des seit fast sieben Monaten andauernden Krieges würden sich die USA einem besser vorbereiteten Iran gegenübersehen als zu Kriegsbeginn. »Wir werden Amerika mit größerer Kraft konfrontieren, und mit zahlreicheren und schmerzhafteren Angriffen«, sagte er: »Wir sind auf einen entscheidenden Krieg vorbereitet«.

2 Min Zur Merkliste hinzufügen Seit Februar mehr als vervierfacht: Frachtraten steigen wegen Irankriegs rasant 2 Min Zur Merkliste hinzufügen 2 Min Zur Merkliste hinzufügen Krieg im Nahen Osten: So gefährden die Huthis am Roten Meer den Welthandel Von Fritz Schaap 4 Min Zur Merkliste hinzufügen 4 Min Zur Merkliste hinzufügen Zugleich hat Iran hat der US-Regierung nach Angaben seines Verhandlungsführers seine Bedingungen für die Wiederöffnung der Straße von Hormus übermittelt. »Unsere Botschaften und die Erklärung unserer Bedingungen wurden der anderen Seite über Vermittler klar überbracht«, erklärte der iranische Chefunterhändler und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf am Sonntag.

Solange diese Bedingungen nicht erfüllt seien und die US-Regierung ihre Zusagen nicht einhalte, sei es »unmöglich, zu der Situation vor Beginn der Verhandlungen und zu einer offenen Straße« von Hormus zurückzukehren, betonte er nach Angaben des Staatsfernsehens.

Iran hält die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus seit Kriegsbeginn vor fast sieben Monaten weitgehend geschlossen. Im Gegenzug verhängten die USA eine Seeblockade iranischer Häfen.

Die Auswirkungen des Konfliktes auf die Energiepreise bleiben erheblich. So haben Angriffe der von Iran unterstützten ​Huthi-Milizen aus dem Jemen auf ‌die saudische Hauptstadt Riad (mehr hier ) den Ölpreis steigen lassen. Die Sorge wächst, dass neben der Straße von Hormus auch der Öltransport durch das Rote Meer erschwert oder gar gestoppt werden könnte. Zuletzt hatten die Huthi wichtige Gebiete an Jemens Küste am Roten Meer erobert.

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