Nutzen und Kosten: Heizen und Kühlen mit einem Gerät: Wann diese Lösung lohnt
Bei großer Hitze hilft ein Klimagerät. Was nicht jeder weiß: dass manche auch heizen können, wenn es irgendwann wieder kalt draußen wird. Was eine Luft-Luft-Wärmepumpe kann und für wen sie sich lohnt.
Kühlen oder Heizen je nach Bedarf: Eine Luft-Luft-Wärmepumpe kann beides. Zudem ist sie im Vergleich mit einer herkömmlichen Wärmepumpe günstiger in der Anschaffung und weniger aufwendig zu installieren. Darauf weist das Informationsprogramm Zukunft Altbau hin. Allerdings macht so ein Gerät nicht in jeder Wohnung Sinn.
Simpel ausgedrückt: Sollen sie kühlen, entziehen Luft-Luft-Wärmepumpen der Raumluft Wärme und geben diese an die Außenluft ab. In der Folge sinkt die Temperatur in der Wohnung. Dreht man den Prozess um, wird eine Heizung daraus. Dann wird der Außenluft Wärme entzogen, die die Raumluft erwärmt. Es findet aber kein Luftaustausch und damit keine Lüftung statt.
Auch Split-Klimaanlagen genannt, gibt es das Gerät als Single-Split- oder Multi-Split-Anlage. Je nachdem mit einer Außen- und einer Inneneinheit oder zwei bis fünf Inneneinheiten pro Außeneinheit. Heizkörper und Rohleitungen sind nicht nötig, aber ein elektrischer Anschluss, ein Kondensatablauf und eine Kältemittelleitung, die das Innen und Außen verbindet.
Mit rund 3000 Euro pro Raum sind die Klimageräte meist deutlich günstiger als andere Wärmepumpen-Typen. Installieren muss ein Fachbetrieb, auch das ist aber im Vergleich einfacher. Pluspunkt ist die Kombi aus Heizen und Kühlen. Und Menschen mit Allergien profitieren von den Staub- und Partikelfiltern der Inneneinheit.
Nutzt man eine Luft-Luft-Wärmepumpe nicht als Ergänzung zu einer Heizung, sondern als alleiniges Heizsystem, lohnt das vor allem in unregelmäßig oder wenig genutzten Wohnungen, heißt es vom Informationsprogramm. Gut geeignet seien auch kleinere Wohnungen, weil dafür eine Außeneinheit ausreiche. Gerade wo sonst ein wassergeführtes Heizsystem nachgerüstet werden müsste, kann laut "Zukunft Altbau" ein Klimagerät insgesamt günstiger sein.
Warmwasser decken diese Geräte nicht ab - dafür muss man also eine separate Lösung finden. Auch die kastenförmige Außeneinheit gefällt manchen Hauseigentümern nicht. Im Innenraum können der entstehende Luftzug und die Strömungsgeräusche stören. Hier sollte man auf möglichst niedrige Angaben zur Lautstärke in Dezibel (dB) achten, rät das Team Energieberatung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) auf seiner Webseite.
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