Kurdischer Regierungschef im Irak macht Iran für Angriff auf sein Büro verantwortlich
Der Ministerpräsident der autonomen Region Kurdistan im Irak, Masrur Barsani, hat den Iran für einen Drohnenangriff auf sein Büro verantwortlich gemacht.
Er verurteilte den Angriff am Montag als „direkte Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität in der Region“.
Die irakische Zentralregierung in Bagdad ordnete eine Untersuchung an.
Der US-Sondergesandte Tom Barrack verurteilte den Angriff „aufs Schärfste“.
Teheran wiederum stellte den Vorfall als „Täuschung“ dar.
Barsani hatte zuvor mitgeteilt, dass er in der Nacht zum Montag Ziel eines iranischen Drohnenangriffs geworden sei.
Dabei seien sein Büro und das Haus des örtlichen Geheimdienstchefs in der Ortschaft Pirmam nahe Erbil ins Visier genommen worden, erklärte der Regierungschef der autonomen irakischen Kurdenregion im Onlinedienst X.
Opfer habe es nicht gegeben.
Barsani verurteilte „die unverantwortlichen und inakzeptablen Angriffe aufs Schärfste“.
Sie stellten eine „gefährliche Eskalation“ dar und seien eine „direkte Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität in der Region“.
Kurdischen Einheiten zufolge ereignete sich der Angriff kurz nach Mitternacht (Ortszeit).
Dabei seien „zwei mit Sprengstoff beladene Drohnen des Typs Hadid 110“ zum Einsatz gekommen.
Den kurdischen Behörden zufolge wurden die beiden Drohnen vom Staatsgebiet der Islamischen Republik Iran aus gestartet.
Das Büro von Iraks Regierungschef Ali al-Saidi erklärte, der Ministerpräsident habe die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses angewiesen.
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