Nepal: Sturzflut im Himalaja spült Dörfer weg – viele Opfer befürchtet
Eine schwere Sturzflut hat in Nepal nahe der Grenze zu Tibet nach Behördenangaben ganze Dörfer weggespült und Straßen, Brücken sowie Kraftwerke beschädigt. Es sei zu befürchten, dass es zahlreiche Opfer gebe und massive Sachschäden entstanden seien, sagte Bezirksverwalter Narendra Pariyar der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. »Aber ich weiß es noch nicht genau.«
Ein Polizeisprecher teilte wenig später mit, mindestens acht Menschen seien bei der Sturzflut ums Leben gekommen. Betroffen ist den Angaben zufolge vor allem ein Gebiet im Himalaja -Gebirge, in dem Zehntausende Menschen leben. Rettungskräfte sowie Polizei und Militär seien auf dem Weg in die Katastrophenregion, teilte Ministerpräsident Balendra Shah mit.
Aus dem benachbarten Tibet wurde ein Erdrutsch gemeldet. Laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua könnten Menschen verschüttet worden sein. Straßen-, Kommunikations- und Stromverbindungen in dem Gebiet nahe der Grenze zu Nepal seien unterbrochen worden.
In Tibet wurden die Anwohner des Flusses Bhote Koshi aufgerufen, äußerste Vorsicht walten zu lassen und sich in höher gelegene Gebiete in Sicherheit zu bringen. Die genaue Ursache für die plötzlichen Überschwemmungen ist unklar.
2 Min Zur Merkliste hinzufügen Im vergangenen Jahr waren durch eine Sturzflut an dem Fluss mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. Damals wurde auch die für Handel und Transport wichtige »Freundschaftsbrücke« zwischen Nepal und China weggerissen. Als Auslöser wurde später von einer regionalen Klimabeobachtungsstelle das Auslaufen eines Gletschersees in Tibet ausgemacht.
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