Wahlkampfauftakt in Brasilien: Lula und Bolsonaros Sohn werben um weibliche Wählerschaft
In wenigen Monaten wählt Brasilien ein neues Staatsoberhaupt. Präsident Lula und der Sohn von Ex-Präsident Bolsonaro starten als aussichtsreiche Kandidaten in den Wahlkampf. Beide wollen wichtige Wählergruppen für sich gewinnen.
In Brasilien haben die Spitzenkandidaten mit Großveranstaltungen den Präsidentschaftswahlkampf eröffnet. Der linksgerichtete Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva und sein aussichtsreichster Herausforderer, der Rechtspolitiker Flávio Bolsonaro, stimmten ihre Anhängerschaft in ihren Hochburgen auf die Wochen bis zum Urnengang am 4. Oktober ein. Beide Präsidentschaftskandidaten haben insbesondere die weibliche Wählerschaft im Land umworben.
Der 80-jährige Lula strebt seine vierte Amtszeit an. "Solange ich lebe, werde ich nicht zulassen, dass die Rechte zurückkehrt", begründete der Kandidat der Arbeiterpartei (PT) im städtischen Stadion von Sao Bernardo do Campo sein erneutes Engagement, wie auf dem Livestream von "TV O Povo" zu hören war. Der Ort der Kundgebung war bewusst gewählt. An dem Industriestandort südlich von Sao Paulo hatte Lula einst als Metallarbeiter von Volkswagen gearbeitet und 1979 als Gewerkschaftsführer einen Streik angeführt.
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