Iran: Donald Trump droht Teheran mit »Wirtschaftskrieg«
Es ist, wie sollte es auch anders sein, eine Nachricht voller Superlative: US-Präsident Donald Trump hat bei Truth Social angekündigt, Iran mit massiven wirtschaftlichen Sanktionen zu belegen. Er schreibt von der »verheerendsten Wirtschaftsoperation, die jemals gegen ein Land veranlasst wurde«, außerdem von einem beispiellosen »Wirtschaftskrieg« und einem »wirtschaftlichen D-Day« (in Anlehnung an die Landung der Alliierten in der Normandie 1944).
Zudem müsse jedes Land samt seiner Finanzinstitutionen, Unternehmen, Flughäfen und Regierungsbehörden bei einer Unterstützung Irans mit »gewaltigen wirtschaftlichen Konsequenzen« rechnen, so Trump . Es brauche die Hilfe aller Verbündeten der USA , um die von Iran ausgehende Bedrohung zu stoppen.
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Zweieinhalb Monate vor den Zwischenwahlen in den USA steht Trump innenpolitisch stark unter Druck – auch weil er in seinem Krieg gegen Iran seit Wochen keine Erfolge vorweisen kann. Weder auf diplomatischer noch auf militärischer Ebene scheint es in seinem Sinne voranzugehen (mehr dazu, wie der Nahe Osten Trumps Ohnmacht bloßstellt, erfahren Sie hier ).
Teheran zeigt sich von Trumps regelmäßigen Drohgebärden unbeeindruckt. Das gilt etwa für die Verhandlungen über eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus , die Handelsschiffe vor Kriegsbeginn noch ungehindert passieren konnten.
Schon seit Längerem gelten Sanktionen der USA gegen Iran. Nun scheint Trump diese noch mal ausweiten zu wollen. »Ölschmuggel, Währungstauschabkommen, Geldtransfers, Wechselstuben, Schiffsregister, Tarnfirmen – all das muss sofort gestoppt werden«, schrieb Trump bei Truth Social.
Wie genau der US-Präsident das umsetzen will, blieb zunächst aber offen. Ebenso die Frage, welche Konsequenzen Ländern drohen, die Iran »unterstützen«. Damit könnten vor allem Staaten wie Russland , Indien oder China gemeint sein, die weiterhin iranisches Öl beziehen. Der Ölexport ist die wichtigste Einnahmequelle des Regimes in Iran.
Vor wenigen Tagen war eine Frist abgelaufen, bis zu der Vertreter der USA und Irans Verhandlungen über zentrale Streitfragen wie das iranische Atomprogramm abschließen wollten. Wesentliche Fortschritte auf diplomatischer Ebene scheint es nicht gegeben zu haben. Gegen die nie konsequent umgesetzte Waffenruhe und weitere Punkte des Abkommens wurde in den vergangenen Wochen mehrfach verstoßen.
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