3 Tore in 3 Spielen - Scobel wird zu Kloses Aufstiegstrumpf!
Nürnberg – Bis zur 96. Minute durfte sich Piet Scobel (21) bei Drittligist Viktoria Köln schon als Pokalheld fühlen. Nürnbergs erneut sehr auffälliger Mittelstürmer hatte die Franken in der 56. Minute mit seiner ersten Torchance gleich in Führung gebracht. Nach Kölns Ausgleich und Verlängerung wurde dann Elfmeterheld Jan Reichert (25) als Matchwinner gefeiert.
Scobel, der in der 78. Minute für Adriano Grimaldi (35) den Platz verlassen musste, über die Verlängerung mitsamt Elfmeterschießen (5:4 i. E.): „Das war zu viel für meine Nerven. Ich bin immer noch ein wenig nervös, aber zum Glück haben wir es ja gewonnen.“
Das Weiterkommen lag aber nicht nur am Glück, sondern auch an Scobels momentaner Formstärke. Wie schon über weite Strecken der Vorbereitung ist der Norddeutsche jetzt auch zu Saisonbeginn mit bereits vier Scorerpunkten (drei Tore, eine Vorlage) Nürnbergs gefährlichste Offensivkraft. Nicht umsonst hat Scobel gegenüber Neuzugang Sigurd Haugen (29) und Sturmroutinier Adriano Grimaldi (35) klar die Nase vorn. Mit seiner neu dazugewonnenen Spritzigkeit und seiner Zweikampfstärke (siehe 1:0 in Köln) ist Scobel derzeit aus der Club-Offensive nicht mehr wegzudenken. Vieles spricht dafür, dass er diese Saison Kloses großer Aufstiegstrumpf werden kann.
Scobel will mehr, war mit dem Pokalspiel auch nicht zufrieden: „Wir hätten uns gegen die Viktoria natürlich schon was anderes gewünscht. Aber wir können auf jeden Fall viel daraus lernen, weil wir einfach zu viele Chancen zugelassen und uns selbst nicht so viele herausgespielt haben.“ Doch am Ende zählt auch für Scobel einzig das Weiterkommen: „Wir dürfen jetzt nicht das Positive aus den ersten beiden Ligaspielen vergessen. Insofern können wir trotzdem mit Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein in das dritte Ligaspiel gehen.“ Denn auch am Samstag (20.30 Uhr/Sky) will Scobel gegen Arminia Bielefeld wieder knipsen.
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