Nach Pokal-Doppelpack - Transfer-Ansage von Unions Ljubicic
Damit hat wohl keiner gerechnet! Gegen Braunschweig (4:2) wird Union-Stürmer Marin Ljubicic (24) zum „Man of the Match“. Mit zwei Toren und einer Vorlage schießt er die Eisernen weiter in die zweite Pokalrunde – obwohl er erst in der 62. Minute eingewechselt wurde. Das alles nach einem schwierigen Jahr für den Kroaten: aussortiert, ausgeliehen, abgestiegen (mit Düsseldorf).
Nach dem Pokal-Triumph sagt Ljubicic: „Es war nicht das beste Jahr für mich. Aber ich bin zurück und denke, dass ich dem Trainer und dem Team jetzt beweisen kann, dass ich hierher gehöre.“ In der letzten Saison war er in den ersten 15 Bundesliga-Spielen überhaupt nur acht Mal im Kader – ohne eine einzige Minute Einsatz. Gegen Mainz und Augsburg kam er für insgesamt 20 Minuten in die Spiele – und traf beide Male.
Trotzdem lieh Union den Stürmer aus. Nach Düsseldorf. Dort kam er verletzt an, konnte die Fortuna auch danach nicht vor dem Abstieg retten. Während es für den Verein in die 3. Liga ging, kehrte Ljubicic nach Köpenick zurück. Und zeigt, was er kann! Schon im Test gegen Chemnitz (1:1) traf er für Union. Gegen Braunschweig legte er jetzt nach.
Rani Khedira (32) lobt seinen Teamkollegen: „Er ist ein einwandfreier Charakter. Auch wenn er nicht im Kader war, hat er immer Vollgas gegeben. Er hat es sich einfach verdient und so einen Spielertyp haben wir nicht im Kader. Insofern wird er uns guttun.“
Auch Trainer Mauro Lustrinelli (50) ist zufrieden mit seinem Joker: „Er ist ein Spieler, der alles gibt. In der Box kann er Tore schießen. Als Stürmer hat man die Aufgabe, die Arbeit des ganzen Teams zu belohnen, und das hat er heute gemacht.“
Wie geht es also weiter mit Unions vorerst bestem Torschützen? Der Kroate weiß, was er will: „Es ist nicht entschieden, aber ich will auf jeden Fall bleiben. Ich glaube, dass ich dem Team helfen kann. Ich gebe jeden Tag 100 Prozent, aber der Trainer muss entscheiden, ob ich spiele.“
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