Hilfe für minderjährige Mädchen in der Ungewissheit von Ceuta
Minderjährige Geflüchtete Hilfe für Mädchen in der Ungewissheit von Ceuta Stand: 17.08.2026 • 11:39 Uhr
In die spanischen Exklave Ceuta sind auch viele Mädchen gekommen, die Asyl suchen, um ihre Eltern in der Heimat zu unterstützen. Ihre Zukunft ist ungewiss. Doch es gibt Menschen, die den Minderjährigen helfen.
"Schau, hier sind sie", sagt Rana von der Nachbarschaftsvereinigung aus Ceutas marokkanischem Viertel El Principe. Mit "hier" meint sie den Fußballplatz einer örtlichen Schule, und "sie" sind Dutzende unbegleitete Minderjährige, die dort seit gut zwei Wochen untergebracht sind - ausschließlich Mädchen.
Einige von ihnen haben einen Kreis gebildet und spielen mit einem Ball. Sie sind ausgelassen. "Hörst du, wie sie kreischen?", fragt Rana. Sie ist eine beeindruckende Erscheinung in einem wallenden hellen Gewand und mit verblassten Henna-Tattoos an ihren Händen. "Einige der Mädchen wurden vergewaltigt, sie haben sie hierher gebracht, haben ihnen mobile Toiletten aufgestellt. Die meisten schlafen hier."
Der hintere Bereich des Fußballplatzes ist mit blauen Plastikplanen abgehängt. Unter diesem Dach kommen Dutzende Mädchen unter, es gibt Matratzenlager und Teppiche als Sitzgelegenheiten. Weitere Planen schützen vor neugierigen Blicken und geben den Mädchen zumindest einen Hauch von Privatsphäre.
Die Enttäuschung der Menschen ist groß - vor allem über die Korruption, die in Marokko herrscht. mehr
Fatima ist 17 Jahre alt und kommt ursprünglich aus der Küstenstadt Tanger im Nordwesten Marokkos. Seit dem 31. Juli ist sie in Ceuta und sagt, sie und andere Mädchen hätten zunächst keinen Schlafplatz gefunden: "Wir sind auf der Straße geblieben und haben viel gelitten, bis wir diese Vereinigung fanden, die uns hier aufnahm und nicht zuließ, dass die jungen Männer an uns herankamen. Und im Gegenteil, hier sind junge Männer, die niemanden reinlassen. Selbst wenn es dein eigener Großvater wäre, der dich besuchen will, lassen sie ihn nicht durch."
Sie sei auf der Suche nach einer besseren Zukunft nach Ceuta gekommen, und um ihre Eltern zu unterstützen. "Meine Mutter arbeitet von morgens bis 19 Uhr abends und macht das Pfannenbrot Rghaif. Weil sie so viel arbeitet, sind ihre Hände ganz weiß, sie kann sie nicht mehr bewegen. Wir bitten nun die spanischen Behörden, uns zu helfen und uns nicht nach Marokko zurückzuschicken."
Ihsane, die sagt, sie sei ebenfalls 17 Jahre alt, gesellt sich dazu. Bevor sie die Grenze zu Ceuta überschritten hat, lag schon ein langer Fußweg hinter ihr. Mehr als 60 Kilometer ist das zierliche Mädchen mit dem Lausbuben-Lockenkopf gelaufen, von Tanger im Nordwesten Marokkos nach Tétouan im Nordosten. "Wir haben nicht viel Geld, wir leben in bescheidenen Verhältnissen. Ich habe in der Schule gelernt, gearbeitet und Fußball gespielt", erzählt sie. "Ich habe mit meiner Mutter in einer Schneiderei gearbeitet, um ihr zu helfen, über die Runden zu kommen. Sie ist die einzige, die für uns aufkommt, sonst niemand."
Einige Aufnahmen wurden manipuliert, andere in einen falschen Kontext gestellt.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.tagesschau.de — der Inhalt gehört Tagesschau Ausland.