Großbrand in Naturschutzgebiet: Waldbrand im Hohen Venn: Lage stabil
Leichter Regen, feuchte Luft, kein Wind: Das Feuer im Hohen Venn rückt nicht mehr näher auf die deutsche Grenze zu, die Lage hat sich stabilisiert.
In der Nacht mussten Anwohner ihre Häuser verlassen.
Das Feuer im Naturschutzgebiet Hohes Venn rückt nicht mehr auf die deutsche Grenze vor.
Leichter Regen, kein Wind und hohe Luftfeuchtigkeit spielten den Einsatzkräften in die Hände. „Das ist gut für uns“, sagte ein Feuerwehrsprecher in der Einsatzleitstelle in Kalterherberg, einem Stadtteil von Monschau.
Es handelt sich mit rund 3.000 Hektar Fläche um den größten Waldbrand in der Geschichte Belgiens.
Bewohner mussten Häuser am Abend verlassen Das Feuer war bis 300 Meter an die deutsche Grenze herangerückt.
Zudem war zeitweise befürchtet worden, dass der Wind auffrischt, sich zusätzlich ungünstig dreht und die Flammen Richtung Deutschland treibt.
Die Häuser in den Ortslagen Ruitzhof und Geisberg mit rund 30 Bewohnern waren am Sonntagabend gegen 22.00 Uhr evakuiert worden.
Die Brandbekämpfer hoffen, die Häuser retten zu können: „Zwischen dem Feuer und den Häusern liegen Wiesen, die wir in den vergangenen Stunden komplett mit Wasser getränkt haben.“ Gegen 16.00 Uhr sei am Sonntag die Anforderung aus Belgien gekommen, bei der Brandbekämpfung zu helfen.
Der Einsatz sei bereits vorbereitet gewesen. „Wir beobachten das Feuer schon seit Freitag.“ Applaus für Einsatzkräfte Im Minutentakt rauschten in der Nacht Transporter mit Wassertanks durch Kalterherberg ins Einsatzgebiet.
Auf der nächsten Anhöhe war Feuerschein zu sehen, der mal stärker aufleuchtete und dann wieder schwächer wurde und zeitweise gar nicht mehr zu sehen war.
Der Kampf gegen die Flammen werde die ganze Nacht fortgesetzt. „Wir ziehen durch“, sagte Feuerwehrsprecher Tobias Schell.
Auf einem Garagendach beobachteten Schaulustige das Geschehen und applaudierten jedem vorbeifahrenden Einsatzfahrzeug.
Nicht nur die Wiesen würden gewässert, sondern auch große Wassertanks aufgefüllt für die Löschfahrzeuge, die die Flammen direkt bekämpfen.
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