Bayer-Sport-Boss verrät Geheimnis - Rolfes: Hermann pushte mich zum Nationalspieler
Leverkusen – Am Samstag verstarb Peter Hermann (†74). Er litt an der Krankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose). Leverkusen siegte am Tag nach der Todesnachricht gegen Leipzig 2:0. Sport-Boss Simon Rolfes (44) sagte nach der Partie: „Es war auf jeden Fall auch ein Sieg für Peter Hermann. Das freut mich riesig. Es war für mich auch ganz komisch – erst die Gedenkminute, dann ein Bundesligaspiel. Peter wäre heute mit uns zufrieden gewesen.“
Hermann war als jahrelanger Co-Trainer und ehemaliger Profi von Bayer Leverkusen eine der größten und prägendsten Persönlichkeiten des Klubs . Vor dem Anpfiff der Partie gab es eine Schweigeminute für ihn. Bayer spielte mit Trauerflor.
Hermann prägte die Spieler-Karriere von Simon Rolfes – auch seinetwegen wurde der heutige Manager zum Nationalspieler. Mit 23 Jahren kam der Mittelfeldmann im Sommer 2005 von Alemannia Aachen nach Leverkusen. Damaliger Trainer war Klaus Augenthaler, Co-Trainer natürlich Peter Hermann. Und der motivierte Rolfes auf seine ganz eigene Art. „Ich kann mich noch an meine erste Länderspielpause erinnern. Ich kam auf den Platz und Peter hat mich gefragt, was ich hier machen würde: ,Du bist der einzige Nicht-Nationalspieler. Was machst du denn hier? Sieh zu, dass du auch auf Reisen kommst‘“, verrät Rolfes.
Knapp eineinhalb Jahre später, am 28. März 2007, feierte er sein Nationalmannschafts-Debüt bei einem Test gegen Dänemark (0:1). Jungen Spielern zu helfen, war typisch für Hermann. „Er hat wirklich immer versucht, jeden zu unterstützen, besser zu werden. Auch in schwierigen Situationen war er bei den Spielern und hat mit ihnen auf dem Platz etwas gemacht. Diese Liebe zum Fußball, mit so viel Herz, hat Peter einfach besonders gemacht“, erklärt Rolfes.
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