Nach CSD-Anschlag: Opferbeauftragter: Nach Akutphase persönliche Gespräche
Verletzte, Hinterbliebene, Augenzeugen oder Helfer: Betroffene des CSD-Anschlags in Berlin sollen schnell Hilfe erfahren.
Deren Bedürfnisse sind jedoch unterschiedlich.
Vier Wochen nach dem islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin ist die Akutphase bei der Betreuung von Opfern und Betroffenen abgeschlossen. „Wir sind inzwischen in persönlichen Gesprächen mit den Betroffenen, um maßgeschneiderte Hilfen zu ermöglichen“, sagte der Bundesopferbeauftragte Roland Weber der Deutschen Presse-Agentur. „Wir kümmern uns zunehmend um längerfristige Betreuungsmöglichkeiten“, erklärte Weber .
Nach seinen Informationen hätten die meisten Verletzten inzwischen das Krankenhaus verlassen können.
Nun gehe es beispielsweise darum, sie bei der Suche nach Reha-Möglichkeiten zu unterstützen.
Weber: Hilfssystem funktioniert Bislang haben Weber nach eigenen Angaben keine Beschwerden erreicht. „Das ist ein Zeichen dafür, dass das Hilfssystem funktioniert und wir den Menschen weiterhelfen können“, meinte er.
Betroffenen steht medizinische oder seelische Hilfe zu, ebenso schnelle materielle Unterstützung.
Eine kostenfreie Hotline des Opferbeauftragten sei inzwischen abgeschaltet worden.
Bereits rund zwei Wochen nach dem Anschlag seien Anrufe dort abgeklungen.
Bei der Hotline konnten sich Betroffene des Anschlags, Hinterbliebene, Verletzte und deren Angehörige sowie Augenzeugen oder Menschen, die am Tatort spontan erste Hilfe geleistet haben, melden.
Kontakt mit den Opfern Um den Opfern des Attentats zu helfen, hat Weber nach eigenen Angaben gemeinsam mit der Zentralen Anlaufstelle für Betroffene von Terroranschlägen im Land Berlin Kontakt zu den Angehörigen der getöteten Frau und zu den Verletzten aufgenommen - soweit diese bekannt sind.
Sie hätten umfassende Informationen über Unterstützungsmöglichkeiten bekommen, etwa über Hotlines, Angebote im Internet, Netzwerke oder Hilfseinrichtungen.
Bei dem Terroranschlag am 25.
Juli im Berliner Tiergarten hatte der 21-jährige Attentäter mit einem Van mehrere Passanten angefahren, bevor er - vermutlich mit einer Machete - weitere Menschen verletzte.
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