Donnerstag, 3. September 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
Deutschland

Erste Satelliten versagen - Ukraine trifft Raketenfabrik für russisches Starlink

Bild ·
Erste Satelliten versagen - Ukraine trifft Raketenfabrik für russisches Starlink

Moskau – Russlands Aufholjagd im All hat Probleme. Zwar treibt der Kreml den Aufbau eines eigenen Satellitennetzes deutlich schneller voran als vom ukrainischen Geheimdienst erwartet, doch nicht alle Satelliten funktionieren. Hinzu kommt: Die Fabrik für Rasswet-Trägerraketen wurde im August von einer ukrainischen Flamingo-Rakete getroffen.

Das System Rasswet soll nach dem Vorbild von Starlink arbeiten und auch für militärische Kommunikation und die Steuerung von Drohnen eingesetzt werden. Die ersten 16 Satelliten wurden im März 2026 ins Weltall gestartet. Weitere 16 im Juli. Bis Ende 2026 soll die Zahl auf 156 Satelliten steigen, bis Ende 2027 auf 292 und bis 2035 auf 924.

Zum Vergleich: Starlink hat bereits mehr als 10.000 Satelliten im Erdorbit. Heißt: Für eine dauerhafte und flächendeckende Versorgung über der Ukraine ist das russische Netzwerk noch zu klein. Doch Kiew befürchtet, dass Russland damit eine technologische Schwäche seiner Streitkräfte langfristig beseitigen könnte.

Dass der Kreml dem Projekt große Bedeutung beimisst, zeigte sich bereits im Juni. Bei einem Treffen mit Militärangehörigen erklärte Wladimir Putin , Russland verfüge bereits über ein eigenes Starlink-ähnliches System. Entwickelt wird es vom Unternehmen Bureau 1440. Als ein Soldat darauf hinwies, dass die Ukraine ihre Drohnen über Starlink steuere und Russland über kein vergleichbares System verfüge, widersprach Putin. Das Problem sei nicht die Existenz des Systems, sondern dessen Ausbau: „Die Frage ist die Skalierung“, erwiderte er.

Beim schnellen Ausbau gibt es Probleme: Von den 16 im Juli gestarteten Rasswet-Satelliten erreichte zunächst keiner die ursprünglich für diese Serie angegebene Zielhöhe. Zwei Satelliten sanken zeitweise sogar auf rund 290 Kilometer ab. Bereits im Juni war ein Satellit aus der ersten Serie in die Erdatmosphäre abgestürzt.

Nicht nur bei der Raumfahrt selbst, sondern auch am Boden gibt es Probleme. Die Ukraine traf im August das Progress-Raketenzentrum im russischen Samara. Dort werden die Sojus-2.1b-Trägerraketen produziert, mit denen Russland seine Rasswet-Satelliten ins All bringt. Wie schwer das Werk beschädigt wurde, ist bislang unklar.

Militärexperte Dr. Oberst Markus Reisner sagt BILD, dass von den 16 Satelliten inzwischen zwölf ihre Umlaufbahn erreicht hätten. Diese ermöglichten bereits „täglich mindestens zwei stabile Kommunikationsfenster über der Ukraine, die jeweils mehr als eine Stunde dauern“. Schon jetzt zeigt sich also die Gefahr durch das System.

Russland könne es damit schaffen, seine „vormalige Abhängigkeit von ‚Starlink‘ zu kompensieren“.

Für die Ukraine hat das Folgen: „Russische Langstreckendrohnen sind nun wieder zunehmend in der Lage, Ziele tief in der Ukraine anzugreifen“, warnt Reisner. Das steigere die Belastung der „bereits jetzt überforderten ukrainischen Fliegerabwehr“. Reisners Fazit: Das russische Satellitensystem „zeigt, dass Russland nicht nur in der Lage ist, sich anzupassen, sondern auch Hochtechnologie-Lösungen (trotz Sanktionen) umzusetzen.“

Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben. Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.

Vollständigen Artikel bei Bild lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

Mehr von Bild

Alle ansehen ›

Mehr in Deutschland

Alle ansehen ›