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Abräumer mit Erfahrung - Preußen holt Routinier Maier

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Abräumer mit Erfahrung - Preußen holt Routinier Maier

Knapp drei Tage nach der offiziellen Schließung des Wechselfensters hat Drittligist Münster doch noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Was allerdings nur möglich wurde, weil der 12. Neuzugang vereins- und damit auch vertragslos war. Ablösefrei ohnehin.

Er soll für noch mehr Ordnung und Stabilität im Mittelfeld der „Adlerträger“ sorgen. Philipp Maier (32) lief zuletzt für die Münchner Löwen auf, verlor dort aber seinen Job. Weil 1860 bekanntlich in die Insolvenz musste und mit dem Zwangsabstieg in die Regionalliga bestraft wurde. Das Pech des gebürtigen Oberbayers (aus Kienberg) ist nun das Glück der Preußen.

Sportdirektor Jan Uphues (38) voller Überzeugung: „Mit Philipp haben wir einen sehr zweikampfstarken und körperlich robusten Spieler dazu gewonnen, der sich mit seiner Erfahrung und Mentalität positiv in unsere Gruppe einbringen wird und unserem Spiel zusätzlichen Halt verleihen kann.“

Bereits kurz nach seiner Unterschrift in der Stadion-Loge stand Maier auch schon mit seinen neuen Team-Kollegen am Donnerstagnachmittag auf dem Trainingsplatz. Einige von ihnen kennt er bereits von früheren Stationen. Unter anderem trug er schon gemeinsam mit Felix Higl (29) und Romario Rösch (27) das Ulmer Trikot. Der SSV wurde damals übrigens vom heutigen Münster-Coach Thomas Wörle (44) trainiert. So schließt sich der Kreis.

Zugleich weckt dieses „Geflecht“ aber auch Erinnerungen an Wörle-Vorgänger Alexander Ende (46/jetzt Fortuna Düsseldorf), der mit Marcel Benger (28/jetzt Fortuna Düsseldorf), Oliver Batista Meier (25/jetzt Paderborn) und Lars Lokotsch (30/jetzt Ingolstadt) ebenfalls drei Profis von seinem vorherigen Klub SC Verl mit an die Hammer Straße gebracht hatte. Trotzdem blieb der erhoffte Erfolg aus, wurde der Zweitliga-Klassenerhalt ziemlich deutlich vergeigt...

Andere Zeiten, andere Ziele. In dieser Saison geht's für die „Schwarz-Weiß-Grünen“ in erster Linie darum, sich in der 3. Liga zu konsolidieren. Maier, der bereits 67 Drittliga- und 16 Zweitliga-Einsätze auf seinem Konto hat, soll dazu entscheidend beitragen. Eine Herausforderung, auf die er richtig Bock hat: „Preußen Münster ist ein großer Traditionsverein, der in den letzten Jahren eine sehr gute Entwicklung genommen hat. Ich habe hier selbst schon gespielt – immer vor vielen Fans und einer großen Kulisse. Ich freue mich riesig auf die ersten Heimspiele, auf meine neuen Mitspieler und darauf, mich hier als Teil der Mannschaft einzubringen.“

Ausgebildet wurde der 1,90 Meter große Mittelfeldspieler bei 1860 Rosenheim, nur wenige Kilometer von seiner Heimat Kienberg entfernt. Anschließend ging's weiter zu Wacker Burghausen und Schweinfurt 05. Ehe Maier (Marktwert: 250.000 Euro) 2022 erstmals den Freistaat verließ und nach Ulm wechselte. Mit den „Spatzen“ gelang ihm – parallel zu den Preußen – der Durchmarsch aus der Regionalliga bis in die 2. Bundesliga. Im Januar 2025 schloss er sich schließlich den „Sechzigern“ an.

Gut möglich, dass Maier bereits am Samstag in den Spieltagskader gegen den TSV Havelse (14 Uhr/LVM-Stadion/live bei Magenta) rutscht. Entweder als Alternative für Rico Preißinger (30) oder den jungen Werder-Zugang Weslay Adeh (19).

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