Mullahs machen Ausnahme: Irakische Tanker dürfen Straße von Hormus passieren
In Zeiten des Krieges werden auch alte Konflikte unwesentlich: So kann sich Bagdad, das stark von den Einschränkungen im Schiffsverkehr getroffen ist, über freundliche Gesten aus Teheran freuen. Bei US-Präsident Trump dürfte dies den Unmut schüren.
Der Iran hat mehreren irakischen Öltankern die Durchfahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus erlaubt. Wie die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA meldete, ging der Entscheidung eine Reihe von Bitten aus Bagdad voraus. Die Sondergenehmigung sei eine der Hauptforderungen des Irak bei einem Besuch des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf gewesen. Der irakische Präsident Nisar Amedi erklärte auf einer Konferenz in Bagdad, der Iran habe die Passage von Schiffen mit irakischem Öl in den vergangenen Tagen erleichtert. Die Angelegenheit bleibe jedoch kompliziert.
Der Irak gehört zu den Ländern, die am stärksten von den Einschränkungen im Schiffsverkehr betroffen sind. Vor dem Krieg förderte das Land rund vier Millionen Barrel Öl pro Tag. Ministerpräsident Ali al-Saidi hatte am Freitag erklärt, die Regierung in Bagdad bemühe sich zudem um alternative Exportrouten über die Türkei, Syrien und Jordanien.
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