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Ökonom: Zölle und Iran-Krieg kommen USA teuer zu stehen

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Ökonom: Zölle und Iran-Krieg kommen USA teuer zu stehen

US-Präsident Donald Trump werde die Staatsausgaben der USA weiter ausweiten, sagt Ökonom Rolf Langhammer im Interview. Das könnte auch Auswirkungen auf Deutschland haben.

Die USA haben erstmals mehr als 40 Billionen Dollar Staatsschulden, umgerechnet etwa 34,3 Billionen Euro. Das ist ein Anstieg um fast drei Billionen Dollar seit dem letzten Jahr. Das teilte das Finanzministerium in Washington zuletzt mit. Damit stieg die Verschuldung der USA stärker als prognostiziert.

Ökonom Rolf Langhammer vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel macht dafür bei ZDFheute live unter anderem Steuervergünstigungen und die Zollpolitik der USA verantwortlich.

Sehen Sie oben das ganze Interview oder lesen Sie es hier in Auszügen.

Langhammer führt die wachsenden Schulden der USA auf ausgeweitete Staatsausgaben und Steuervergünstigungen zurück. Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben sei dadurch größer geworden, so Langhammer. Der Staat gebe derzeit rund sechs Prozent mehr Geld aus, als er einnimmt. Ein gewaltiges Defizit, sagt Langhammer.

Als weiteren Grund nennt er Donald Trumps Zollpolitik. Zolleinnahmen, die der Oberste Gerichtshof als rechtswidrig befunden und verworfen hat, müssen von den USA zurückgezahlt werden. Mit diesen Rückzahlungen habe die Regierung nicht gerechnet, sie "reißen ein Loch in den Haushalt", sagt Langhammer. Das treffe vor allem amerikanische Privathaushalte und Unternehmen, die unter höheren Kosten leiden.

Auch der Krieg der USA gegen Iran trage zur US-amerikanischen Schuldenlast bei. Laut US-Verteidigungsminister Pete Hegseth beliefen sich die Ausgaben dafür im Juli auf 37,5 Milliarden Dollar.

Auch die Investitionen der USA in Künstliche Intelligenz tragen zur Schuldenlast bei, sagt Langhammer. Die amerikanische Regierung erhoffe sich ein höheres Wirtschaftswachstum durch die Einnahmen aus der KI-Industrie. Derzeit sehe es jedoch nicht danach aus, dass diese Erträge in naher Zukunft für höhere Staatseinnahmen sorgen. Sollte das KI-Geschäft nicht gut laufen, könnte das im Endeffekt einen gewaltigen Druck auf den Dollar auslösen, so der Ökonom.

Laut Langhammer wird erwartet, dass die Schuldenquote der USA in fünf Jahren bei 140 Prozent des Bruttoinlandsproduktes liegen wird. Er erklärt jedoch:

Besorgniserregend sei aber, dass keine Beschränkung der Staatsausgaben oder eine Steigerung der Staatseinnahmen in Sicht sei. Dennoch:

Denn: Staatsschulden müssen nie vollständig zurückgezahlt werden. Außerdem sei die Rolle des US-Dollars trotz zunehmender Nachfrage nach anderen Währungen nach wie vor unangefochten, so der Wirtschaftswissenschaftler. Trump habe somit ein "erhebliches Druckmittel".

Sollte das Wirtschaftswachstum in den USA nicht das Niveau erreichen, das Trump sich verspricht, hätte das auch auf die deutsche Wirtschaft negative Auswirkungen, sagt Langhammer.

… ist Wirtschaftsprofessor und Handelsexperte am Institut für Weltwirtschaft in Kiel.

Deutschland habe traditionell einen Leistungsbilanzüberschuss und leihe den USA als großer Gläubiger Geld, das hier nicht investiert werde. Die Renditen der ausgeliehenen Ersparnisse hingen dann stark davon ab, wie gut sich die US-Wirtschaft entwickelt.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.zdf.de — der Inhalt gehört ZDFheute.

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