6000 Betten, Tische und sogar Autos - Insolvente Möbelfabrik versteigert alles
Anger (Österreich) – Jahrzehntelang stand ADA für hochwertige Möbel aus Österreich. Doch im März 2026 musste der traditionsreiche Möbelhersteller aus der Steiermark Insolvenz anmelden, ein Sanierungsverfahren für die ADA Möbelfabrik GmbH wurde eröffnet. Nun kommen Ware und Inventar aus dem Stammsitz unter den Hammer. Und das teils zu Schnäppchenpreisen.
Als Gründe für die Insolvenz nennt ADA gegenüber BILD vor allem die schwache Nachfrage, die anhaltende Konsumzurückhaltung der Kunden, den beschleunigten Rückgang des stationären Möbelhandels sowie die Krise im europäischen Möbelmarkt.
Das Unternehmen macht in verkleinerter Form weiter. ADA-Unternehmenssprecherin Dr. Sabine Schnabel zu BILD: „Ziel war es, die Unternehmensgruppe in reduzierter Form fortzuführen und mit den internationalen Standorten in Ungarn und Rumänien gemeinsam mit Investoren zu erhalten. Dort arbeiten insgesamt rund 1000 Mitarbeiter.“
Am Stammsitz in Anger bei Weiz in der Steiermark (Österreich) ist Schluss: Die Produktion und der Bürostandort wurden geschlossen. Rund 180 Arbeitsplätze gingen verloren. Wo jahrzehntelang Betten, Sofas und Premium-Möbel produziert wurden, beginnt der große Ausverkauf. Im Auftrag des Insolvenzverwalters wird die komplette Ausstattung des Standorts online versteigert. Betroffen sind nicht nur Möbel und Lagerbestände, sondern praktisch alles, was sich auf dem Gelände befindet.
Nach Angaben des Auktionshauses Aurena kommen rund 6000 Positionen in voraussichtlich sechs Auktionen unter den Hammer. Die ersten Zuschläge sollen bereits am 24. August ab 8 Uhr erfolgen. Schnäppchenjäger können auf Betten, Lattenroste, Sofas und Esstische bieten. Aber auch Holzbearbeitungsmaschinen, Industrienähmaschinen und Anlagen aus Tischlerei, Polsterei und Lackiererei suchen neue Besitzer. Selbst Firmenfahrzeuge, Lieferwagen und Gabelstapler werden verkauft.
Es können echte Schnäppchen gemacht werden, denn die Startpreise sind überraschend niedrig: Boxspringbetten gibt es ab 260 Euro, Matratzen ab 10 Euro und Hubwagen ab 18 Euro. Zwischen den Artikeln finden sich auch plüschige ADA-Firmenlogos, Grünpflanzen, ein Heimtrainer aus den Büroräumen und sogar ein Karton voller Hirschgeweihe. Selbst das professionelle Fotostudio des Möbelherstellers kommt unter den Hammer.
Das Auktionshaus Aurena zu BILD: „Bis Mitte September müssen die Ausstellungs-, Produktions- und Lagerflächen komplett geräumt sein.“ Mitbieten könne nach einmaliger Registrierung auf der Homepage des Auktionshauses jeder.
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