Abstieg aus Aktienindex: Warum VW nicht mehr zur europäischen Börsen-Elite gehört
Bei Volkswagen läuft es nicht rund: Angesichts der Krise muss Europas größter Autokonzern einen wichtigen Aktienindex verlassen.
Was bedeutet das für die Wolfsburger? Volkswagen steht vorerst nicht mehr in einem der wichtigsten Börsen-Schaufenster Europas.
Denn am Freitag nach Börsenschluss fällt die VW-Aktie aus dem EuroStoxx 50.
Von Montag an ist der Autokonzern dann nicht mehr in dem Index gelistet.
Anbieter ISS Stoxx hatte die Entscheidung bereits Anfang des Monats bekanntgegeben.
Die wichtigsten Fragen und Antworten: Warum muss VW den Index verlassen? Entscheidend für die Zusammensetzung des Index ist vor allem die Rangfolge der Unternehmen nach ihrer frei handelbaren Marktkapitalisierung - also dem zusammengezählten Wert aller frei handelbaren Aktien.
Das VW-Papier verlor angesichts der Krise bei Europas größtem Autohersteller zuletzt aber deutlich an Wert.
Seit Jahresbeginn beträgt das Minus aktuell knapp 22 Prozent, auf Sicht von fünf Jahren sind es sogar fast 60 Prozent.
Dadurch ist Volkswagen im Vergleich zu anderen Unternehmen zurückgefallen.
Neben VW fliegt auch der niederländische Informationsdienstleister Wolters Kluwer aus dem Aktienindex.
Aufgenommen werden dafür der französische Energiekonzern Engie und der finnische Netzwerkausrüster Nokia.
Welche Folgen hat das? Zu welchem Aktienindex ein Unternehmen gehört, hat für dessen Geschäft keine konkreten Folgen.
Eine Notierung bringt allerdings Prestige und mehr Sichtbarkeit bei internationalen Investoren.
Der EuroStoxx 50 bündelt die Aktienkurse von 50 großen börsennotierten Unternehmen aus dem Euroraum und gilt als eines der führenden Börsenbarometer Europas.
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