Präsident feiert dennoch: Trump kassiert Dreifach-Dämpfer von republikanischen Wählern
Die Zwischenwahlen für den Kongress im November entscheiden über den zweiten Abschnitt der Trump-Präsidentschaft. Doch bei der Vorauswahl der Kandidaten seiner Partei folgen die Anhänger dem Mann im Weißen Haus überraschend oft nicht mehr mit blindem Gehorsam.
Die USA durchlaufen derzeit einen gigantischen Abstimmungsmarathon, um die Kandidaten für die wichtigen Zwischenwahlen Anfang November auszuwählen. US-Präsident Donald Trump konnte sich dabei am Dienstag aber nicht mit allen seinen Wünschen durchsetzen und musste gleich mehrere Niederlagen einstecken. Auf Social Media verkaufte er den Wahlabend jedoch als Erfolg. Dieser habe "eine Menge großartiger Siege" gebracht, schrieb Trump auf Truth Social.
In Florida verloren mehrere vom Mann im Weißen Haus unterstützte Kandidaten ihre Vorwahlen. So wird der unter Druck stehende Abgeordnete Cory Mills nicht erneut ins Rennen um einen Sitz im Repräsentantenhaus gehen. Der Ethikausschuss der Parlamentskammer ermittelt gegen Mills wegen Gewaltvorwürfen und Vergehen bei der Finanzierung seiner Wahlkampagne. Trump stellte sich dennoch hinter ihn. Mills ist seit seiner ersten Wahl vor vier Jahren einer der lautstärksten Unterstützer des 80-Jährigen. Auch aus der eigenen Partei hatte es wiederholt Rücktrittsvorwürfe gegen ihn gegeben.
Die Wähler in Florida hatten ihr Vertrauen in den von Skandalen umgebenen Abgeordneten augenscheinlich verloren. Der ehemalige Fernsehjournalist Ryan Elijah gewann die Vorwahlen mit einem Vorsprung von rund 13 Prozentpunkten.
Trump selbst wollte von seiner Unterstützung für Mills im Nachgang jedoch nichts mehr wissen. "Ich habe meinem Freund, dem Kongressabgeordneten Cory Mills aus Florida, geraten, aus dem Wahlkampf auszusteigen, aber er wollte nicht auf mich hören", behauptete der US-Präsident auf Truth Social. Öffentlich wandte er sich jedoch seit seiner Unterstützungszusage im Februar jedoch nie von Mills ab.
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