Kurioser Kinohype: Verspotteter Animationsfilm wird in China zum Kinohit
Eine technisch sehr einfach gestaltete Tiergeschichte wird zum Gemeinschaftserlebnis: Viele Zuschauer besuchen „Niu Lai“ offenbar gerade wegen seiner Schwächen.
Ein zunächst verspotteter chinesischer Animationsfilm hat sich unerwartet zum Publikumserfolg entwickelt.
Viele Zuschauer sehen „Niu Lai“ offenbar nicht trotz seiner einfachen Bilder und ungelenken Bewegungen, sondern gerade deshalb.
In sozialen Medien werden die Vorstellungen als ausgelassene Gemeinschaftserlebnisse beschrieben.
Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.
Der niedrig budgetierte Film kam nach Angaben der chinesischen Staatszeitung „ Global Times “ am 5.
August ohne bekannte Darsteller, große Werbekampagne oder nennenswerte Aufmerksamkeit in die Kinos.
Das kreative Kernteam bestand lediglich aus zwei Personen.
Nach der offiziellen Inhaltsangabe erzählt der Film eine Traumgeschichte um das Kalb „Niu Lai“.
Vom Flop zum Hype In den ersten neun Tagen spielte der Film lediglich 7.169 Yuan ein, umgerechnet rund 900 Euro.
Weniger als 300 Menschen sahen ihn demnach in diesem Zeitraum.
Dann verbreitete sich die Nachricht über das geringe Einspielergebnis in den sozialen Medien.
Nach Angaben der „Global Times“ kursierten dort Bezeichnungen wie „Animation auf Katastrophenniveau“ und „schlechter als KI-generierte Animationen“.
Andere Nutzer erklärten, sie wollten herausfinden, wie schlecht der Film tatsächlich sei.
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