Warnsignal beim Vierbeiner - Wann ist Hecheln beim Hund gefährlich?
Starkes Hecheln gehört bei Hunden an warmen Tagen zum Alltag. Doch nicht immer ist die schnelle Atmung harmlos. Wirkt der Hund apathisch oder kommen Symptome wie Sabbern, Erbrechen oder Taumeln hinzu, kann ein Hitzschlag oder eine Erkrankung dahinterstecken.
Hunde können ihre Körpertemperatur nicht wie Menschen über die Haut regulieren. Stattdessen kühlen sie sich durch Hecheln ab. Dabei verdunstet Flüssigkeit in den Atemwegen und an den Nasenmuscheln, wodurch Wärme abgegeben wird. Wie PETBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer) berichtet, ist starkes Hecheln nach körperlicher Anstrengung oder bei hohen Temperaturen daher meist normal. Gleichzeitig steigt der Flüssigkeitsbedarf deutlich.
Nicht nur Hitze kann hinter dem Verhalten stecken. Auch intensive Bewegung, Stress, Angst oder Reizüberflutung erhöhen die Atemfrequenz. Übergewicht erschwert die Atmung zusätzlich.
Besonders betroffen sind kurzköpfige Rassen wie Mops, Französische Bulldogge, Boxer oder Pekinese. Bei ihnen kann Atemnot im Sommer schnell gefährlich werden. Auch Schmerzen, Gelenkprobleme, Vergiftungen, eine Magendrehung sowie Herz- oder Lungenerkrankungen können starkes Hecheln auslösen. Hechelt ein Hund über mehrere Nächte hinweg auffällig stark, sollte er tierärztlich untersucht werden.
Tierärzte empfehlen, Hunde bereits ab etwa 25 Grad möglichst aus der direkten Sonne herauszunehmen. Besonders gefährlich ist ein Aufenthalt im Auto , auch bei geöffnetem Fenster.
Steigt die Körpertemperatur auf etwa 40 Grad Celsius, treten Kreislaufprobleme auf. Warnzeichen eines drohenden Hitzschlags sind leuchtend rote Schleimhäute, starkes Sabbern, Herzrasen, Erbrechen, Durchfall, ein taumelnder Gang sowie schnelle, flache Atmung. Bei weiter steigender Körpertemperatur kann der Hund kollabieren.
Oft reichen einfache Maßnahmen zur Abkühlung: frisches Wasser, eine kühle Liegefläche, ein Planschbecken oder die Möglichkeit, sich in einem Bach oder See abzukühlen. Auch Hundeeis kann helfen. Bessern sich die Beschwerden nicht oder verschlechtert sich der Zustand des Tieres, sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.
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