1:2 – Rot-Raus gegen KSC - Wanitzek schießt Preußen weg!
Weit über eine Stunde lebte in Münster die Hoffnung, schien eine Überraschung zum Greifen nahe. Doch dann trat einmal mehr Karlsruhes „Vollstrecker“ in Erscheinung…
Schade, die Kohle für den Einzug in die zweite Hauptrunde im DFB-Pokal (456.377 Euro) hätte den „Adlerträgern“ definitiv gutgetan. Doch daraus wurde nix. Obwohl der tapfere Drittligist bis zur Pause das Spiel vor stimmungsvoller Kulisse (19.945 Zuschauer/ausverkauft) gut im Griff hatte und nicht unverdient durch Montell Ndikoms (21) dritten Pflichtspieltreffer mit 1:0 führte, stand er nach 90+5 Minuten mit leeren Händen da.
Knappe 1:2-Pleite, weil ausgerechnet KSC-Kapitän Marvin Wanitzek (33) die Partie mit seinem Ausgleich drehte. Immer wieder Wanitzek!
Nachdem er schon in der vergangenen Zweitliga-Saison mit einem Doppelschlag für den späten Erfolg der Badener per Freistoß und Elfer (79./84.) an der Hammer Straße gesorgt hatte, wurde auch diesmal sein rechter Zauberfuß wieder zur Waffe. Aus 27 Metern zog er unerwartet, hart und flach ab. Mit 107 Kilometern pro Stunde schlug der Ball im linken unteren Eck ein.
Preußen-Keeper Morten Behrens (29), bis dahin eine sichere Bank, sah in dieser Szene allerdings nicht ganz so gut aus. Dagegen war er beim 2:1 der Gäste in der 86. Minute machtlos. Vorlage per Kopf von Moritz Broschinski (26) am langen Pfosten in die Mitte , wo der aufgerückte KSC-Routinier Sebastian Jung (36) völlig ungehindert zum Endstand abstaubte.
Wobei die Preußen trotzdem nie aufgaben, dabei aber weder das Glück noch Schiedsrichter Florian Badstübner (35/Windsbach) auf ihrer Seite hatten. Zunächst ließ der Unparteiische – ohne VAR-Unterstützung – ein klares Foul an Charalambos „Babis“ Makridis (30) im Strafraum ungeahndet. Wenig später, fast mit dem Schlusspfiff, zückte er gegen Samuel Althaus (20/94.) dann auch noch die Rote Karte. Münsters „Einwechsler“ hatte seinen Gegenspieler Santeri Väänanen (26) zwar leicht am Fuß erwischt, doch die Attacke war mit einem Platzverweis (zählt nur im DFB-Pokal) schon sehr hart bestraft.
Fand auch Trainer Thomas Wörle (44), der nach Abpfiff mit dem Auftritt seiner Mannschaft trotz der Niederlage sehr zufrieden war: „Meine Jungs haben vor allem im ersten Durchgang den Kampf gut angenommen und auf Augenhöhe agiert. Dass die Karlsruher über viel Qualität verfügen, haben wir dann in der 2. Hälfte zu spüren bekommen. Dennoch hatte ich lange das Gefühl, dass wir’s packen können.“ Und weiter: „So bitter die Niederlage auch ist, hat sie uns trotzdem wieder einen Schritt nach vorne gebracht.“
Eine Einsicht, die auch seinen frustrierten Spielern schon bald kommen dürfte. Sobald sich ihre erste große Enttäuschung über diesen Pokal-K.o. gelegt hat...
Bereits am kommenden Mittwoch (26.8./19 Uhr) sind die Preußen im LVM-Stadion erneut im Pokal dran. Dann allerdings in der 2. Runde auf Verbandsebene gegen den SSV Buer. Der Fünftligist aus Gelsenkirchen hat wegen behördlicher Auflagen sein Heimrecht an die „Schwarz-Weiß-Grünen“ abgetreten.
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