Mittwoch, 26. August 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
Kultur

Debatte um Bewerbung: Nationalpark Rothaarkamm? Streit um Schutz und Nutzung

Stern ·
Debatte um Bewerbung: Nationalpark Rothaarkamm? Streit um Schutz und Nutzung

Der Kreis Siegen-Wittgenstein diskutiert nun doch, ob 4300 Hektar Staatswald zum Nationalpark werden sollen: Was den einen als Gewinn für Mensch und Natur gilt, löst bei anderen Befürchtungen aus.

Für Umweltminister Oliver Krischer könnte ein grüner Traum doch noch wahr werden: Im Kreis Siegen-Wittgenstein ist die längst beerdigt geglaubte Debatte über eine Bewerbung um die Ausweisung als Nationalpark neu entbrannt.

Im Kern geht es um die Frage, ob das grüne Prestigeprojekt der Region mehr nutzt als schadet.

Was manche als Gewinn für Natur und Mensch gleichermaßen sehen, sorgt bei anderen für Kopfschütteln und Ängste.

War nicht ein zweiter Nationalpark für NRW längst vom Tisch? Lange galt ein zweiter Nationalpark in Nordrhein-Westfalen als abgehakt: 2024 lehnten alle sechs potenziellen Kandidatenregionen das Vorhaben ab und begruben damit, was man als Prestigeprojekt des grünen Umweltministers bezeichnen kann: Die Ausweisung eines weiteren Nationalparks neben dem in der Eifel steht sogar als Ziel im Koalitionsvertrag der schwarz-grünen Regierung.

Krischer konnte nach dem Scheitern im ersten Anlauf nur Bedauern äußern und darauf verweisen, dass sich für jede Region, die doch noch einmal einen Anlauf wagen wolle, eine „offene Tür finden werde“.

An diese Tür klopfte der Landrat von Siegen-Wittgenstein im März, als er das Thema erneut auf die Agenda setzte.

Mit knapper Mehrheit beschloss der Kreistag, die Überlegungen wieder aufzunehmen.

An diesem Donnerstag wollen die beteiligten Experten in einem Bürgerforum ihre Ergebnisse präsentieren - und damit auch die Arbeitsgrundlage für die politische Entscheidung liefern.

Um welche Flächen geht es eigentlich? Im Kern geht es um eine Fläche von 4300 Hektar Staatsforst, die sich in einem Streifen von der Kreisgrenze zu Olpe quer über den Rothaarkamm bis an die hessische Landesgrenze erstreckt.

Der Wald gehört dem Land und weist laut vorangegangener Studie des Landes grundsätzlich geeignete Bedingungen auf.

Schon jetzt finden sich dort viele besonders geschützte Waldstücke und Naturschutzflächen.

Wie soll die Natur profitieren? In einem Nationalpark soll sich der Wald auf möglichst großer, zusammenhängender Fläche weitgehend ohne menschlichen Eingriff entwickeln und so einen artenreichen Lebensraum schaffen, erklärt Klaudia Witte.

Die Biologin der Universität Siegen ist Vorsitzende des örtlichen Nabu und wirbt im Bündnis „Nationalpark Rothaarkamm“ für das Projekt.

Vollständigen Artikel bei Stern lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.

Mehr von Stern

Alle ansehen ›

Mehr in Kultur

Alle ansehen ›