Fußball-Bundesliga: Eintracht baut auf Atubolu zwischen den Pfosten
Mit der Verpflichtung von Noah Atubolu will Eintracht Frankfurt seine Torhüterdebatte beenden. Der 24-Jährige vom SC Freiburg steht unmittelbar vor einer Vertragsunterschrift bei den Hessen. «Die Tinte ist noch nicht trocken. Aber ich gehe davon aus, dass Noah im Laufe des Tages seine Unterschrift unter den Vertrag setzt», sagte Trainer Adi Hütter vor dem Bundesliga-Auftakt beim 1. FC Union Berlin. «Es ist ein guter Schritt für ihn, von Freiburg hier zur Eintracht zu gehen, zu einem großen Verein.»
Mit seiner Unterschrift geht dann die lange Hängepartie um den hoch gehandelten Keeper zu Ende. Ob Atubolu gleich zum Saisonstart zwischen den Pfosten steht, ließ der Österreicher offen. «Wir haben Noah als Nummer eins geholt. Nach dem Abschlusstraining entscheiden wir, wer am Samstag im Tor steht», erklärte Hütter. Dies geschehe nach Gesprächen mit Atubolu und Torwarttrainer Jan Zimmermann.
«Er ist ein aufstrebender junger Tormann, er ist im Kreis der Nationalmannschaft. Seine Dynamik ist schon außergewöhnlich. Er ist auch mit dem Ball am Fuß sehr, sehr ordentlich», sagte der österreichische Chefcoach der Frankfurter. «Wir werden natürlich versuchen, ihn weiterzuentwickeln. Er ist ein junger Torwart mit vielen Stärken, speziell auf der Linie.»
Am Main hatte es zuletzt eine große Diskussion um die Torhüter Kaua Santos und Michael Zetterer gegeben und es war klar, dass Sportvorstand Markus Krösche und Hütter eine neue Nummer eins suchen.
Medienberichten zufolge hat Atubolu seinen ursprünglich nur noch bis 2027 laufenden Vertrag in Freiburg verlängert, um sich in diesem Sommer verleihen lassen zu können. Bei einem zum Saisonende auslaufenden Kontrakt wäre das nicht möglich gewesen. «Was ich bestätigen kann, ist, dass das ein Modell sein kann für eine zukünftige Lösung», hatte SC-Trainer Julian Schuster gesagt.
Ursprünglich sollen die Freiburger Vorstände Oliver Leki und Jochen Saier auf eine Ablösesumme zwischen 15 und 20 Millionen Euro gehofft haben.
Atubolu war in den vergangenen drei Spielzeiten Stammkeeper bei den Breisgauern, hatte aber für diesen Sommer frühzeitig einen Wechselwunsch hinterlegt. Eigentlich sollte es in die englische Premier League gehen, ein Transfer kam aber nicht zustande.
Der Sport-Club hatte früh reagiert und Mio Backhaus vom Ligakonkurrenten Werder Bremen für kolportierte zwölf Millionen Euro als Nachfolger des gebürtigen Freiburgers verpflichtet. SC-Trainer Schuster plante deshalb längst nicht mehr mit Atubolu, der sowohl im Trainingslager als auch in den bisherigen Pflichtspielen der Südbadener fehlte. Trainieren durfte er in Freiburg aber noch.
Atubolu war schon für den Kader der deutschen A-Nationalmannschaft nominiert, hat aber bisher kein Länderspiel bestritten. Er gilt als einer der möglichen Nachfolger von Manuel Neuer in der DFB-Auswahl des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp.
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