Weiter ohne Preußen-Chance - Sertdemir hofft auf Last-Minute-Abflug!
Drei Tage war Zidan Sertdemir (21) zuletzt freigestellt, weilte er zu Gesprächen und Verhandlungen in der Türkei. Offenbar ergebnislos…
Langsam läuft ihm die Zeit davon. Am 1. September schließt hierzulande das Transferfenster. Bedeutet: Münsters unzufriedenem Mittelfeld-Talent bleiben noch knapp sechs Tage, um einen neuen Arbeitgeber zu finden. Entweder für einen Leihe oder den Verkauf.
Fakt ist: Da sein Arbeitspapier bei den „Adlerträgern“ noch bis 2028 läuft, wird so oder so eine Ablöse fällig. Umso ärgerlicher, dass sein Türkei-Trip vergeblich war. Nach BILD-Info hatte ihm zuvor ein Berater das angebliche Interesse eines dortigen Erstliga-Aufsteigers zugespielt, das es in der Form aber gar nicht gab.
Dementsprechend enttäuscht und frustriert kehrte Sertdemir am Montag unverrichteter Dinge nach Münster zurück. Tags darauf stand er wieder mit seinen Mannschafts-Kollegen auf dem Trainingsplatz und kam am Mittwochabend beim 10:0 im Verbandspokal gegen den SSV Buer sogar für die Schluss-Viertelstunde in die Partie.
Ein deutliches Indiz dafür, dass sein Wechsel aktuell zwar nach wie vor ein Thema, aber nicht greifbar ist. Ansonsten hätten beide Seiten – sowohl Spieler als auch Verein – wohl kaum seinen Abschied durch ein paar Einsatzminuten mit Verletzungsgefahr riskiert.
Preußens Sportdirektor Jan Uphues (38) bestätigt: „Ja, momentan ist es ruhig, liegt keine konkrete Anfrage für Zidan vor.“ Aber er fährt fort: „Noch ist nichts entschieden, bleibt etwas Zeit. Wir alle wissen doch, dass es im Transfers-Endspurt manchmal ganz schnell gehen kann.“
Wie BILD bereits berichtete, soll auch das dänische Erstliga-Schlusslicht Sonderjyske Fodbold schon einmal lose bei ihm angeklopft haben. Interessant dabei: In Dänemark endet die Transferphase zwar ebenfalls am 1. September. Aber nicht – wie in Deutschland – schon um 20 Uhr. Sondern erst um 23:59 Uhr….
Sertdemir selber hat vor allem einen Wunsch. Er möchte und braucht einfach mehr Spielzeit, um sich weiterzuentwickeln. Die aber kann ihm in System von Neu-Trainer Thomas Wörle (44) nicht gewährleistet werden. So kam der feine Techniker in der gesamten Vorbereitung nicht über die Rolle des Ersatzspielers hinaus.
In den ersten beiden Drittliga-Begegnungen in Wehen Wiesbaden (3:1) und gegen Ingolstadt (1:1) fehlte er zudem genauso im Spieltagskader wie beim knappen Karlsruhe-K.o. (1:2) im DFB-Pokal.
Trotzdem lässt sich der gebürtige Däne mit türkischen Wurzeln (Marktwert: 1 Million Euro) nicht hängen. Uphues anerkennend: „Zidan verhält sich sehr professionell und arbeitet intensiv in jedem Training.“ Engagement zeigte er auch bei seinem Kurzauftritt gegen Buer. Sertdemir versuchte sofort, frische Akzente in Spiel nach vorne zu bringen und dirigierte dabei seine noch jüngeren Nebenleute.
Zu BILD sagte er hinterher achselzuckend – aber zuversichtlich: „Warten wir die nächsten Tage ab.
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