Weinlese vor Beginn: Wärme und Trockenheit: Winzer rechnen mit gutem Weinjahr
Der sonnige Sommer sorgt bei Winzern in Sachsen und Sachsen-Anhalt für Optimismus: Sie erwarten Spitzenqualität und solide Erntemengen.
Der ausbleibende Regen bringt aber auch Nachteile mit sich.
Winzer in Sachsen und Sachsen-Anhalt rechnen mit einem guten Weinjahr 2026.
Das warme Wetter sei für die Qualität der Weine von Vorteil gewesen, sagte Hartmut Schreiter, Geschäftsführer der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut, der Deutschen Presse-Agentur. „Wein braucht Wärme.
Davon profitieren alle Sorten.“ Die Trockenheit sei für den Weinbau zudem bislang ebenfalls von Vorteil gewesen. „Wir hatten durch die langanhaltende Trockenheit natürlich auch wenig Krankheitsbefall.
Pilzbefall ist nirgendwo in den Anlagen eigentlich zu verzeichnen“, so Schreiter.
Trockenheit gut für die Ernte Auch Felix Hößelbarth, Vorsitzender des Weinbauverbandes Sachsen und Geschäftsführer des Bio-Weinguts Hoflößnitz, blickt positiv auf das aktuelle Wetter: „Im Trockenen ernten ist immer gut.“ Die Trauben trockneten toll ab.
Bei Feuchtigkeit entstehe hingegen Fäulnis. „Da haben wir ja gerade das ganze Gegenteil.“ Bis Juni gab es laut Hößelbarth zudem im Vergleich der zurückliegenden zehn Jahre ordentliche Niederschlagsmengen, die sich gut verteilten.
Daher blicken die sächsischen Winzer optimistisch auf die Ernte.
Weine in Spitzenqualität erwartet Im Ergebnis rechnet Schreiter, der in Höhnstedt (Saalekreis) selbst mit seiner Frau ein Weingut betreibt, mit „einer absoluten Spitzenqualität“ bei den Weinen. „Ich sehe das insgesamt als ein sehr, sehr positives Weinjahr.“ Die Trauben seien in diesem Jahr relativ frühreif, ergänzte Hößelbarth.
Er rechnet daher mit einer guten aromatischen und geschmacklichen Reife des Jahrgangs.
Erntemengen auf solidem Niveau Erste vorsichtige Prognosen der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut gehen von einer Erntemenge von 2 bis 2,3 Millionen Liter in diesem Jahr aus.
Im Schnitt liege die Ernte an Saale, Unstrut und Salza bei 2,1 Millionen Liter.
Nach einer miserablen Ernte 2024 waren es im vergangenen Jahr sogar 2,8 Millionen.
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