Abschiedsaktion in Bremen: Letzte Generation gibt Klimastreiks endgültig auf
Für Klimaproteste hatte die Letzte Generation wegen Mitgliederschwunds und Gerichtsterminen keine Zeit mehr.
Jetzt haben verbliebene Aktivisten ein letztes Mal gestreikt.
Die Letzte Generation gibt auf.
Wie das Widerstands-Kollektiv mitteilt, haben die Klimaaktivisten mit einer letzten Streikaktion in Bremen das Ende der Klimaproteste bekanntgegeben.
Dafür blockierten ehemalige Mitglieder der umstrittenen Gruppierung eine Ampelkreuzung in der Bremer Innenstadt, verließen diese nach kurzer Zeit aber wieder.
Auf eine klassische Klebeaktion verzichteten die Teilnehmer.
Stattdessen legten sie ihre orangefarbenen Westen ab, warfen ihre ungenutzten Klebetuben weg und ließen ihre Banner auf der Straße. „Ein Aufsehen erregender Stau würde die Politik ja doch nicht zu mehr Klimaschutz bewegen“, kritisierte das Widerstands-Kollektiv in einer Mitteilung. „Deswegen wollen wir das nicht mehr machen.“ Im Anschluss liefen die Aktivisten in pinken Warnwesten und mit Schildern an der Weser -Promenade entlang.
Dabei riefen sie die Bürger auf, sich selbst gegen den Klimawandel und das Erstarken rechter Parteien zu engagieren.
Am Abend soll es in der Bremer Innenstadt noch eine Informationsveranstaltung geben.
Letzte Generation wohl größter Klimakritiker der Ampel-Koalition Damit endet der umstrittene und viel kritisierte Protest der Letzten Generation.
Die im Dezember 2021 gegründete Gruppierung hatte in den Jahren der Ampel-Koalition Anfang der 2020er-Jahre die gesamte Bundesrepublik polarisiert.
Vorausgegangen war ein Hungerstreik von vier Aktivisten vor dem Berliner Reichstag.
Sie wollten ein Gespräch mit den damaligen Kanzlerkandidaten Olaf Scholz, Christian Lindner und Annalena Baerbock erzwingen und die künftige Bundesregierung zu mehr Klimaschutz bewegen.
Zu den klimapolitischen Errungenschaften von Olaf Scholz – dem selbst ernannten Klimakanzler – und der Ampel-Regierung zählten unter anderem die Einführung des Deutschlandtickets, das Heizungsgesetz sowie neue Rahmenbedingungen für den Ausbau von Solar- und Windenergie.
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