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Vor Start der Nordbau: Bauforscher: Klimaneutrale Gasheizungen „nicht machbar“

Stern ·
Vor Start der Nordbau: Bauforscher: Klimaneutrale Gasheizungen „nicht machbar“

Dietmar Walberg sieht in klimaneutralen Gasheizungen keine realistische Lösung für die breite Wärmeversorgung beim Wohnen.

Biokraftstoff werde anderswo gebraucht.

Der Leiter des Bauforschungsinstituts Arge, Dietmar Walberg, hat das im Juli von der Bundesregierung beschlossene Gebäudemodernisierungsgesetz scharf kritisiert. „Wenn man etwas technologieoffen beschreibt, dann heißt es nicht, dass es unbedingt wirtschaftlich sinnvoll ist“, sagte Dietmar Walberg bei der Pressekonferenz zur am Mittwoch startenden Nordbau im schleswig-holsteinischen Neumünster.

Das Gesetz erlaubt weiterhin den Einbau von Gas- und Ölheizungen, sofern diese ab dem 1.

Januar 2029 zunehmend CO2-neutrale Brennstoffe wie Biomethan nutzen.

Alternativ sind Wärmepumpen, Fernwärmeanschlüsse, hybride Heizsysteme oder Biomasseheizungen vorgesehen.

Ziel ist es, den Übergang zu klimafreundlichem Heizen zu erleichtern.

Die Reform ersetzt das umstrittene „Heizungsgesetz“ der Ampel-Regierung.

Biokraftstoff sei für die breite Anwendung in der Wärmeversorgung von Gebäuden unrealistisch, betonte Walberg.

Der Kraftstoff werde für andere Technologien gebraucht - etwa bei der Mobilität oder der Industrie.

Gasheizungen innerhalb von 15 Jahren klimaneutral zu machen, sei nicht machbar.

Bauministerin: Wohnen als Fundament sozialen Zusammenhalts Der Experte forderte hingegen Erleichterungen bei der Förderung von Wohnungsneubau und -umbau. „Also nur das fördern, was wirklich am Gebäude sinnvoll zu modernisieren ist“, führte Walberg aus. „Da erhoffen wir uns Leistungen vom Bund.“ Auch Schleswig-Holsteins Bauministerin Magdalena Finke (CDU) erklärte, dass Bauen „einfacher, schneller und wirtschaftlicher“ werden muss.

Dabei sei Wohnen das Fundament des sozialen Zusammenhalts.

Die Krise auf dem Wohnungsmarkt werde nur überwunden, wenn zielgerichteter Neubau und kluge Bestandsnutzung Hand in Hand gingen.

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