Ceuta: Spanische Polizei nimmt mutmaßliche Schlepper fest
Die spanische Polizei hat fünf mutmaßliche Schlepper festgenommen. Sie wirft den Verdächtigen vor, von Migranten mehrere Tausend Euro verlangt zu haben für eine Überfahrt von der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika auf das europäische Festland.
Zwei der Verdächtigen wurden den Angaben zufolge in Ceuta festgenommen, zwei weitere in La Línea de la Concepción in der südspanischen Region Andalusien. Die vier Verdächtigen sollen einem Schleusernetzwerk angehören, das Menschen auf der Flucht die »Überfahrt« auf die Iberische Halbinsel anbot – gegen eine Zahlung von 9.000 Euro. »Die Bootsführer wurden aufgrund ihrer Erfahrung im schnellen Fahren ausgewählt sowie aufgrund ihrer Fähigkeit, ausweichend zu manövrieren und Polizeikontrollen zu umgehen«, teilten die Ermittler mit.
Der fünfte Verdächtige wurde den Angaben zufolge in Untersuchungshaft genommen. Ihm wird vorgeworfen, in der Nacht zum 14. August von sieben Menschen jeweils 8.000 Euro für den Transport in einem kleinen Boot verlangt zu haben, das keinerlei »Mindestsicherheitsstandards« erfüllte. Die Überfahrt erfolgte laut der Polizei in derselben Nacht. Die Bootsinsassen befanden sich demnach etwa fünf Stunden lang auf See und legten »bei dichtem Nebel« fast 40 Kilometer zurück.
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