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USA - Hier kämpft ihre Mutter für eine Dreifach-Killerin

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USA - Hier kämpft ihre Mutter für eine Dreifach-Killerin

Plymouth (Massachusetts) – Dass sie ihre drei Kinder getötet hat, hat Lindsay Clancy (36) eingeräumt. Ob es allerdings Mord war oder eine medikamentös bedingte Tragödie, darüber muss eine Jury entscheiden. Die Familie steht hinter der 36-Jährigen, jetzt hat Mama Paula Musgrove ausgesagt.

Rückblick, 24. Januar 2023: Ehemann Patrick Clancy kommt vom Essenholen zurück. Vor dem Haus liegt seine Frau mit blutenden Schnittwunden an Hals und Armen, sie hatte sich zudem aus dem zweiten Stock gestürzt. Sofort wählt er den Notruf . Noch während er mit den Helfern spricht, schaut er nach den Kindern – und findet sie mit Fitnessbändern erdrosselt im Keller. „Sie hat die Kinder getötet“, hören Polizisten ihn stammeln. Als die Beamten eintreffen, sind Dawson (3) und Cora (5) schon tot, das acht Monate alte Baby Callan stirbt später im Krankenhaus.

Warum die Ex-Krankenschwester ihre drei Kinder getötet hat, ist die Kernfrage des Prozesses. Die Staatsanwaltschaft von Plymouth County spricht von geplanten Morden . Dafür soll Lindsay Clancy lebenslang ins Gefängnis – ohne die Möglichkeit einer Bewährung. Laut Verteidigung litt die seit ihrem Sprung von der Hüfte abwärts gelähmte Frau an einer sogenannten Wochenbettpsychose. Das ist eine schwere psychische Erkrankung, die nach einer Geburt eintreten und mit Wahnvorstellungen einhergehen kann. Im Fall der 36-Jährigen soll ein Cocktail verschreibungspflichtiger Medikamente die Psychose verstärkt haben. Verteidigung und Familie plädieren auf Unzurechnungsfähigkeit.

Um das zu untermauern, nannte Paula Musgrove ihre Tochter im Zeugenstand „eine liebevolle Mutter“, die „alles für ihre Kinder getan“ hätte. Im Dezember 2022 habe Lindsay Clancy ihrer Familie eröffnet, dass sie „Gedanken hatte, den Kindern etwas anzutun“. Zum damaligen Zeitpunkt – also rund einen Monat vor der Tat – hatte Clancy Gerichtsunterlagen zufolge innerhalb kurzer Zeit von fünf Medizinern 13 verschiedene Medikamente verschrieben bekommen. Von den Behandlern, die bislang ausgesagt haben, will keiner eine Psychose bemerkt haben. Laut der Psychiaterin Dr. Jennifer Tufts, die erst seit einem Monat selbstständig praktiziert hatte, soll die Angeklagte noch am Tag vor der Tat Tötungsgedanken verneint haben.

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