Vor wichtiger Wahl: Kanzler schließt seinen Wahlkampf mit einem Heimspiel ab
Der Kanzler hat in vielerlei Hinsicht eine schwierige Wahlkampfstrecke hinter sich.
Sein fünfter und letzter Auftritt findet in der Parteizentrale statt.
Dabei überrascht er mit einer Anekdote.
Bei seinem ersten und einzigen Auftritt im Berliner Wahlkampf hat Kanzler Friedrich Merz zum vereinten Kampf gegen Antisemitismus aufgerufen und für seinen Reformkurs geworben. „Wir dürfen das nicht dulden, dass in Deutschland oder in Berlin Ausländerkriminalität, Judenhass an der Tagesordnung sind.
Dieses Land muss sich dagegen wehren“, sagte Merz vor etwa 150 Parteimitgliedern im Konrad-Adenauer-Haus, der Zentrale der Bundespartei.
Die Berliner CDU und ihr Spitzenkandidat Stefan Evers wirft der Linken seit Wochen Antisemitismus vor - auch beim gemeinsamen Auftritt mit dem Kanzler im Konrad-Adenauer-Haus. „Diese Stadt der Freiheit darf nicht in die Hände von Extremisten, von extremen politischen Parteien fallen, von Parteien, die Judenhass offen in ihren Reihen dulden“, sagte er.
Die CDU liefert sich mit der Linken in den Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz eins bei der Wahl am Sonntag .
Gleichzeitig wird am Sonntag in Mecklenburg-Vorpommern gewählt, wo die CDU in jüngsten Umfragen bei 7 Prozent liegt und um den Einzug in den Landtag bangen muss.
Wahlen für Kanzlertausch-Debatte mitentscheidend Die beiden Wahlen haben auch für die politische Zukunft von Merz eine möglicherweise entscheidende Bedeutung.
Seit Tagen wird über einen Kanzlersturz spekuliert.
Die acht Ministerpräsidenten der CDU haben ihm zwar zunächst Rückendeckung gegeben.
Je nach Wahlausgang könnte am Sonntag aber eine neue Lage entstehen.
Merz will jedenfalls um sein Amt kämpfen. „Aufgeben ist für mich keine Option“, hat er nach dem Wahldebakel in Sachsen-Anhalt gesagt.
Kaum Wählerkontakt im Wahlkampf In allen vier Wahlkämpfen im September hat er sich allerdings rar gemacht.
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