Handball-Bundesliga legt los - Trainer tauschen Spionage-Videos
Die Opel Handball-Bundesliga knallt los! Mit einem Kumpel-Knaller zum Start für den Handball Club Hamburg (HCH). Für Trainer Torsten Jansen (49) wartet zum Auftakt ein ganz besonderes Wiedersehen. Der HCH muss Sonntag (18 Uhr, live bei Dyn/Anzeige ) zum Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten. Auf der Gegenseite als Chef auf der Bank: Freund, Kumpel und Ex-HSV-Kollege Matthias „Matti“ Flohr (44).
Beide spielten von 2004 bis 2016 gemeinsam beim HSV Handball, gewannen als Zimmernachbarn u. a. Meisterschaft, Pokal und Champions League. Jansen zählte als Welt- und Europameister zu den besten Linksaußen der Welt, Flohr kämpfte sich Schritt für Schritt vom Back-up und von der Allzweckwaffe hoch bis in die Nationalmannschaft (15 Länderspiele). Am Sonntag folgt die nächste Premiere: Erstmals treffen die beiden Freunde als Cheftrainer in der Bundesliga aufeinander.
Flohr ist Rheinländer und studierter Mathematiker. Früher beschäftigte er sich mit Algebra, Formeln und Gleichungen, heute tüftelt er an Spielzügen, Taktiken und Gegner-Analysen. Vor dem HBL-Start gegen Hamburg ganz besonders. „Ich habe alle Spiele von Hamburg gesehen“, verrät Flohr. Mit Jansen tauschte er sogar die Videos aus. „Wir waren da ganz offen, damit keiner herumspionieren muss.“
Flohr hat Respekt, vor allem zwei HCH-Spieler beeindrucken ihn. „Hamburg hat mit Moritz Sauter und Nicolai Jørgensen ein überragendes Zocker-Duo.“ Noch mehr imponiert ihm die Handschrift seines Kumpels. „Hamburg hat es immer geschafft, eine richtige Mentalität auf die Platte zu bringen.“ Und: „Toto schafft es immer wieder, dass die Jungs einfach Bock haben, gemeinsam Handball zu spielen.“ Flohrs Warnung an seine Truppe: „Hamburg bestraft Fehler gnadenlos.“
Mit seinen „Galliern von der Alb“ gelang ihm der Wiederaufstieg. Jetzt will der frühere HSV-Kämpfer auch in der stärksten Liga der Welt bestehen. Große Töne spuckt er trotzdem nicht. „Alles andere als der Klassenerhalt ist komplett vermessen.“ Und: „Wir wollen diese Liga halten und wir haben voll Bock darauf.“ Seine Aufsteiger-Rechnung klingt dabei ganz typisch Flohr: „Jedes Jahr steigen durchschnittlich 1,5 Aufsteiger wieder ab. Wir müssen alles daransetzen, der halbe Aufsteiger zu sein, der drinbleibt.“
Der HCH reist nach dem 39:28-Pokalsieg in Braunschweig mit Respekt, aber auch mit Baustellen an. Dazu kommen Personalsorgen um Elias Kofler, Nicolai Daling und Torwart Leon Nowottny.
Freunde neben der Platte, Rivalen für 60 Minuten – Toto gegen Matti. Die Familienväter verbindet weit mehr als ihre gemeinsame HSV-Vergangenheit. Jansen hat vier Kinder (Hanna, Ida, Elin, Are), Flohr drei (Ferdinand, Leonard, Emilia). Die ersten Bundesliga-Punkte bekommt vielleicht nur einer. Der Freundschaft der beiden HSV-Helden wird das keinen Abbruch tun.
Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.