Kardinal Reinhard Marx: „Es geht weiter“ – Optimismus zum Bischofsjubiläum
Kardinal Reinhard Marx, einer der bekanntesten Köpfe der katholischen Kirche in Deutschland, ist seit drei Jahrzehnten Bischof.
Aus diesem Anlass diskutiert er über Reformen.
Der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx blickt optimistisch in die Zukunft der katholischen Kirche. „Wir hatten einen Tiefpunkt“, räumte er ein.
Aber jetzt sei er überzeugt davon, „dass es weitergeht“, versicherte er bei einer Tagung der Katholischen Akademie in Bayern aus Anlass des 30.
Jahrestags seiner Bischofsweihe. Über sich selbst sagte er: „Ich bin innerlich wirklich besser drauf als vor einigen Jahren.“ Marx hatte als Konsequenz aus den Missbrauchsskandalen in der katholischen Kirche 2021 dem damaligen Papst Franziskus seinen Rücktritt angeboten.
Die Kirche sei an einem „toten Punkt“ angekommen, hatte Marx argumentiert.
Der Papst lehnte ab - und inzwischen blickt Marx auf drei Jahrzehnte im Bischofsamt zurück.
Kardinal seit 2010 Am 21.
September 1996 wurde er zum Weihbischof von Paderborn geweiht, es folgte eine Station als Trierer Bischof und 2007 die Ernennung zum Erzbischof von München und Freising.
Seither gilt Marx als einer der profiliertesten Köpfe der katholischen Kirche in Deutschland, seit 2010 ist er Kardinal und nahm zweimal an einem Konklave zur Wahl eines neuen Papstes teil.
An diesem Montag ist zum Bischofsjubiläum ein Gottesdienst in der Münchner Frauenkirche geplant.
Auf der Tagung betonte Marx: „Es ist nicht das Ende der Geschichte der Kirche in dieser Kultur.“ Katholische Kirche bedeute nicht, dass nur die „ganz Konservativen“ zusammenblieben. „Ich will alle behalten, die Konservativen, die Progressiven.“ Die Tagung widmete sich der Geschichte des Bischofsamts und möglichen Veränderungen.
Marx erinnerte an den Ausgangspunkt der derzeitigen Reformbemühungen in der deutschen katholischen Kirche - nämlich an den Missbrauchsskandal. „Ich bereue es nicht“ Er war damals Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK).
Deshalb werde häufig gesagt, er sei der Vater des Synodalen Wegs, erläuterte Marx: „Ja - aber ich bereue es nicht.“ Die Situation damals sei angespannt gewesen, man habe in einen Abgrund geblickt.
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