Walfund: Buckelwal vermutlich an bakterieller Infektion verendet
Nach der Sektion des im Greifswalder Bodden gefundenen toten Buckelwals haben Wissenschaftler eine Vermutung zur Todesursache.
Zudem scheint ein Zusammenhang mit früheren Sichtungen wahrscheinlich.
Bei der Untersuchung des im Greifswalder Bodden gefundenen toten Buckelwals haben Wissenschaftler deutliche gesundheitliche Probleme des Meeressäugers entdeckt.
Als Todesursache geht das Deutsche Meeresmuseum von einer bakteriellen Infektion aus.
Demnach besteht der Verdacht auf eine Sepsis.
Bei der Sektion wurden teils große Abszesse vor allem entlang der Wirbelsäule gefunden. „Bei einer Bewegung der Fluke hoch und runter beim Schwimmverhalten hat das vermutlich zu sehr starken Schmerzen geführt“, sagte der Direktor des Meeresmuseums , Burkard Baschek.
Die Fluke ist die Schwanzflosse des Wals.
Derartige Schmerzen könnten auch die „etwas abgesunkene Haltung des Buckelwals“ bei früheren Sichtungen erklären.
Wenn es auch keinen hundertprozentigen Nachweis gibt, geht seine Einrichtung davon aus, dass es sich um den Wal handelt, der bereits vor der Küste Schleswig-Holsteins , später im Wismarer Hafen und auch vor der polnischen Küste gesehen wurde.
Darauf weist demnach auch die spezifische Hautverfärbung hin.
Zehn Meter langes Männchen Im gesamten vorderen Bereich , also von der Spitze des Kopfes bis hin zur Finne, also der Rückenflosse, sei großflächig Haut abgelöst, sagte Baschek. „Das führte dann zu einer weißlich, zum Teil dann auch rötlich-braunen Verfärbung.“ Der Buckelwal war vergangenen Donnerstag zwischen der Insel Rügen und dem Festland auf dem Rücken im Wasser treibend entdeckt worden.
Den wahrscheinlichen Todeszeitpunkt gibt das Deutsche Meeresmuseum mit Mittwoch oder Donnerstag vergangener Woche an.
Es handelt sich demnach um ein etwa zehn Meter langes Männchen mit einem Gewicht von sieben Tonnen.
Das Alter wird mit drei bis vier Jahren angegeben. Äußerliche Verletzungen etwa von Schiffsschrauben oder Netzen wurden nicht gefunden.
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