Immunität in Bevölkerung hoch - RKI: Jährliche Corona-Impfung nur noch ab 75
Der Sommer geht in die letzte Runde, dann steht die nächste Erkältungs-, Grippe- und Coronasaison bevor. Die meisten Deutschen haben inzwischen Kontakt mit dem Coronavirus gehabt, durch Impfungen, eine Infektion oder beides. Deshalb zieht die Ständige Impfkommission (Stiko) jetzt Konsequenzen und passt ihre Empfehlungen an.
Nach Einschätzung der Experten sind die meisten Erwachsenen heute ausreichend gegen schwere Covid-Verläufe geschützt. Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass mehr als 95 Prozent der Erwachsenen eine breite Immunität aufgebaut haben. Die wichtigste Änderung: Die Altersgrenze für die jährliche Corona-Impfung steigt deutlich an. Künftig sollen sich nicht mehr alle Menschen ab 60 Jahren regelmäßig impfen lassen, sondern erst alle Menschen ab 75 Jahren. Für Menschen ab 75 Jahren bleibt die Auffrischung aber weiter wichtig. Die Stiko empfiehlt eine Impfung pro Saison, idealerweise im Spätsommer oder Frühherbst.
Unabhängig vom Alter sollen sich weiterhin Personen mit einem erhöhten Risiko schützen lassen. Dazu gehören unter anderem Menschen mit:
Auch Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie Mediziner und Pflege-Personal gehören weiterhin zu den Gruppen, denen eine jährliche Impfung empfohlen wird.
Eine weitere Änderung betrifft die sogenannte Basisimmunität. Bislang empfahl die Stiko für Erwachsene mindestens drei Kontakte mit dem Virus, entweder durch Impfungen oder Infektionen. Diese Vorgabe entfällt jetzt, weil die meisten Menschen diese Kontakte ohnehin erreicht haben.
Für gesunde Schwangere gibt es künftig ebenfalls keine allgemeine Impfempfehlung mehr. Anders sieht es aus, wenn zusätzliche Risiken bestehen, etwa Vorerkrankungen oder Komplikationen wie Schwangerschaftsdiabetes oder Bluthochdruck. Dann rät die Stiko weiterhin zur Impfung ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel. Für gesunde Säuglinge, Kinder und Jugendliche bleibt alles beim Alten: Für sie wird die Corona- Impfung weiterhin nicht generell empfohlen.
Für die Saison 2026/2027 empfiehlt die Stiko die aktuell angepassten mRNA- und Protein-Impfstoffe. Diese orientieren sich an den neuesten Varianten des Coronavirus und sollen weiterhin vor schweren Krankheitsverläufen, Klinikaufenthalten und Todesfällen schützen. Und: Wer sich impfen lässt, sollte nicht bis November oder Dezember warten, denn die Corona-Welle startet häufig bereits im Spätsommer.
Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.