Energie: Jetzt mit Heizöl eindecken? Oder lieber abwarten?
Der Sommer neigt sich dem Ende zu, die Temperaturen fallen – und die Preise für Heizöl könnten bald weiter steigen.
Wie Verbraucher jetzt planen sollten.
So heiß der Sommer auch war: Dass es jetzt mancherorts kühler wird, bringt nicht nur Erleichterung, sondern bereitet auch Sorge.
Wer eine Ölheizung im Keller hat, muss an den Winter denken – und an hohe Heizölpreise.
Seit dem Angriff der USA auf den Iran ist die Straße von Hormus als wichtiges Nadelöhr für den internationalen Handel verstopft.
Der Konflikt treibt die Ölpreise nach oben: Während 100 Liter zu Beginn der Kampfhandlungen Ende Februar noch etwa 100 Euro kosteten, sind es aktuell über 130 Euro – bei einem zwischenzeitlichen Höchstwert von fast 160 Euro.
Menschen, die mit Öl heizen, fragen sich: Wann soll ich mich für den Winter eindecken? Schnell jetzt, bevor der Herbst beginnt und die Preise möglicherweise weiter steigen? Oder auf geopolitische Entspannung warten und zuschlagen, wenn der Preis fällt? Wie sich der Heizölpreis entwickeln könnte Das größte Preisrisiko ist und bleibt die Gesamtsituation in Nahost.
Die USA wollen den Iran wirtschaftlich isolieren.
Die Milizen der Huthi griffen vielfach saudische Ölanlagen an.
Youssef Own, Experte beim deutschen Heiztechnikspezialisten Tecson, sieht deshalb große Unsicherheiten bei den Ölpreisprognosen für das vierte Quartal.
Die Welt müsse sich wegen der Lage im Nahen Osten noch viele Monate auf überhöhte Ölpreise einstellen, sagt Own.
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor sei der Ukrainekrieg.
Die Ukraine greife jede Woche russische Raffinerien und Ölhäfen an.
An die 40 Prozent der russischen Raffinerien seien offline.
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