Medizin und Pflege: Gemeinsam besser - neue Ausbildungstation der Unimedizin
An der einzigen Uniklinik von Rheinland-Pfalz läuft ein Pilotprojekt, das den Mediziner- und Pflege-Nachweis noch dichter zusammenbringen soll.
Wie das genau funktioniert. „Wie geht es Ihnen?“, fragt Jasmin Jolani in einem Zimmer im Gebäude 605 der Mainzer Universitätsmedizin.
Im Bett vor ihr liegt eine Patientin, die nach einem zweiwöchigen Klinikaufenthalt vor der Entlassung steht.
Um sie herum hat sich eine größere Gruppe aus Ärzten, Pflegekräften, Medizinstudierenden wie Jolani und Pflege -Auszubildenden zusammengefunden.
Genau das ist die Besonderheit.
Der Raum ist eines von zwei Patientenzimmern der neuen interdisziplinären Ausbildungsstation in der I.
Medizinischen Klinik und Poliklinik der Unimedizin.
Hier übernehmen Medizinstudentinnen und -studenten in ihrem praktischen Jahr gemeinsam mit Pflege-Auszubildenden die Betreuung von insgesamt vier Patienten - von der Aufnahme bis zur Entlassung.
Das gibt es in der Form in keinem anderen Krankenhaus von Rheinland-Pfalz.
Von Visite bis zu Diagnostik Die Medizinstudierenden und Pflege-Auszubildenden übernehmen Visiten, entwickeln Behandlungspläne, beraten über Diagnostik.
Welche Laborwerte braucht es und wie soll es nach der stationären Behandlung weitergehen? All solche Fragen kommen hier auf sie zu, unter Begleitung erfahrener Mediziner und Pflegekräfte, die sich aber bewusst im Hintergrund halten.
Es geht darum, praxisnah zu lehren und früh die ärztliche und pflegerische Seite zueinanderzubringen, Hemmschwellen abzubauen, ein Miteinander zu üben.
Optimalerweise sollen Ideen und Wissen aus beiden Welten auf dem Weg zur bestmöglichen Versorgung von Patienten helfen.
Weites Feld an Erkrankungen Betreut werden Patienten mit ganz unterschiedlichen Erkrankungen.
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