Unfall bei Trainingsfahrt - Tot! Extrem-Radsportler (36) stößt mit Hirsch zusammen
Berchtesgaden (Bayern) – Das Fahrrad war seine große Leidenschaft, sein ständiger Begleiter. Max Riese (36) bezwang einsame Gebirgspässe, kämpfte sich über extreme Strecken und sammelte Abenteuer in fernen Ländern wie Kirgistan. Doch nun ist der deutsche Extremsportler tot. Bei einer Trainingsfahrt verlor der Radsport-Profi sein Leben.
Der aus Sachsen stammende Rennradfahrer, der zuletzt im Salzburger Flachgau lebte, war am Dienstagabend auf der Roßfeld-Panoramastraße bei Berchtesgaden (Bayern) unterwegs. Auf einer Abfahrt kam es zur Tragödie. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei kollidierte Riese vermutlich mit einem Hirsch. Die Wucht des Zusammenstoßes soll so enorm gewesen sein, dass sein Rennrad regelrecht zerbrach.
Eine Autofahrerin entdeckte den schwer verletzten Sportler am Straßenrand und alarmierte sofort die Rettungskräfte. Feuerwehr, Rettungsdienst, Notärztin und ein Rettungshubschrauber rückten umgehend aus. Doch jede Hilfe kam zu spät.
Dass es sich bei dem Verstorbenen um Extremsportler Max Riese handelt, machten seine Partnerin und die Community „GravGrav“ auf Instagram öffentlich. In der internationalen Ultra-Cycling-Szene galt Riese als Ausnahmeathlet und inspirierender Weggefährte.
Erst im Frühjahr hatte der 36-Jährige einen seiner größten sportlichen Erfolge gefeiert. Beim legendären „Hellenic Mountain Race“ im abgelegenen Pindus-Gebirge in Griechenland setzte er sich gegen die Konkurrenz durch. Die Strecke gehört zu den härtesten Europas: Rund 900 Kilometer, etwa 30.000 Höhenmeter sowie Schotterpisten, felsige Pfade und Asphaltstraßen verlangen den Teilnehmern alles ab.
Geschätzt wurde Riese aber nicht nur für seine außergewöhnlichen Leistungen auf dem Rad . Vor allem seine offene, herzliche Art machte ihn beliebt. „Max, dein Spirit wird in unseren Herzen, in unseren Ideen und in unserem Tun weiterleben. Wir werden dich mehr vermissen, als Worte ausdrücken können.“ Eine Botschaft, die zeigt, wie groß die Lücke ist, die der talentierte Radsportler hinterlässt.
Die Ermittler untersuchen weiterhin, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Zeugen sollen sich unter der Telefonnummer +49 (0) 8652 9467-0 bei der Polizei melden.
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