„Ich werde das hinbekommen!“ - Ende-Klartext an alle Zweifler und Kritiker
Selten dürfte ein Trainer so turbulente erste zwei Wochen einer Saison erlebt haben. Schon nach dem misslungenen Auftakt in Mannheim (1:2) hatte Alexander Ende (46) in der Kritik gestanden, während der zweiten Pleite in Hoffenheim (0:2) wurde es noch schlimmer. Sein Umgang damit? Jetzt genau richtig!
Zum Start der Trainingswoche vor dem Pokalspiel am Sonntag gegen Freiburg (18 Uhr/Sky) hat Ende zwei total wichtige Dinge getan: Fehler eingestanden und gezeigt, dass er wieder voll da ist. Keine Spur von Opferhaltung oder Lamentieren, sondern ein klarer Blick nach hinten und vor allem ein klarer Blick nach vorne. Seine Analyse zur Hoffenheim-Pleite in der 3. Liga : „Ich habe eine Ausfahrt genommen, die nicht richtig war. Wir sind einen Umweg gefahren und müssen die Arbeit fortsetzen, die wir in der Vorbereitung über sechs Wochen gemacht haben, die uns ein gutes Gefühl gegeben hat. Diese Orientierung haben wir in vielen Bereichen verlassen.“
Weil Ende plötzlich auf Manndeckung über den ganzen Platz setzte und die Mannschaft fast nur noch lange Bälle geschlagen hat – stattdessen will Fortuna Düsseldorf eigentlich als kompakte Einheit attackieren und am Ball unberechenbar sein mit Kurzpässen und weiten Schlägen. Das Ende-Versprechen: „Wir haben unsere Lehren daraus gezogen. Ich habe der Mannschaft auch gesagt, dass es mit voller Fahrt zurück auf unseren Weg geht.“
Der Fortuna-Trainer hat wieder zu sich selbst gefunden – und das geht auch über das Taktische hinaus. Ende: „Jeder Mensch lebt mit seinen Erfahrungen. Beim SC Verl habe ich als Drittliga-Neuling meine ersten drei Spiele verloren und nach 16 Spielen waren wir auf einem Aufstiegsplatz. In diese Art des Fußballs Überzeugung reinzubringen, ist ein Prozess. Ich weiß ganz genau, wie meine Entwicklung mit Mannschaften immer stattgefunden hat. Irgendwann hat man gesagt: ‚Boah, wie spielen die Fußball!’ Aber der Weg dorthin war nicht immer glatt.“
Der Coach weiter: „Dass gerade sehr viel Gegenwind kommt, habe ich nicht anders erwartet, wobei man immer über das Ausmaß reden kann, zu welchem Zeitpunkt der wie massiv ist. Ich bin in diesen Situationen bei mir geblieben, habe mich an meinen Überzeugungen festgehalten und das mache ich jetzt auch. Ich sage den Jungs: ‚Jetzt erst recht!’ Ich bin der Erste, der gefragt ist, ich muss vorweggehen – wenn ich anfange zu wackeln und die Jungs das merken, wie soll das funktionieren? Ich bin diesen Weg schon einige Male gegangen und es war immer am wichtigsten, genau in den Phasen Überzeugung zu zeigen und die Hand drüber zu halten, denn nur so kann Entwicklung stattfinden. Das habe ich in der Vergangenheit hinbekommen und werde ich jetzt auch wieder hinbekommen.“
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