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Deutschland

Tote am Airport Frankfurt - Wie lange überleben Malaria-Mücken am Flughafen?

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Tote am Airport Frankfurt - Wie lange überleben Malaria-Mücken am Flughafen?

Innerhalb weniger Wochen sind am Frankfurter Flughafen zwei Mitarbeiter an Malaria gestorben – obwohl beide Männer Deutschland zuletzt gar nicht verlassen hatten. Experten sprechen deshalb von einer sogenannten Flughafen-Malaria: Vermutlich wurde eine infizierte Anopheles-Mücke mit einem Flugzeug aus einem Malaria-Gebiet eingeschleppt und stach die Männer.

Der Fall wirft viele Fragen auf. Kann eine einzige Mücke mehrere Menschen anstecken? Droht am Flughafen weiter Gefahr? Und warum starben die Betroffenen an einer Krankheit, die eigentlich gut behandelbar ist? Der renommierte Experte Jonas Schmidt-Chanasit (46), Facharzt für Mikrobiologie und Professor an der Universität Hamburg, ordnet die Ereignisse für BILD ein.

Ja. Malaria wird ausschließlich durch weibliche Anopheles-Mücken übertragen, die für die Entwicklung ihrer Eier Blut benötigen. Meist genügt ihnen eine einzige Mahlzeit – wird sie dabei jedoch gestört oder verscheucht, sucht sie sich ein neues Opfer. „Wenn der Mensch die Mücke vertreibt, dann sticht sie eben noch einen weiteren Menschen“, erklärt Schmidt-Chanasit. Auf diese Weise kann ein einziges Insekt mehrere Menschen infizieren – was erklären könnte, warum im aktuellen Fall gleich mehrere Personen betroffen sind.

Grundsätzlich ja: In Deutschland leben noch immer einige Anopheles-Arten, darunter Anopheles plumbeus, die theoretisch sogar den gefährlichsten Erreger Plasmodium falciparum übertragen könnten – Auslöser der lebensbedrohlichen Malaria tropica. Ein Ausbruch gilt dennoch als praktisch ausgeschlossen. „Die Wahrscheinlichkeit von Malaria-Ausbrüchen ist heute absolut vernachlässigbar“, sagt Schmidt-Chanasit. Denn eine Mücke kann den Erreger nur weitergeben, wenn sie zuvor einen infizierten Menschen gestochen hat – und solche Patienten werden hier rasch erkannt und behandelt. Ein normaler Mückenstich im heimischen Garten hat mit Malaria also nichts zu tun. Weltweit hingegen bleibt die Mücke das gefährlichste Tier für den Menschen: Nach Schätzungen sterben jedes Jahr zwischen 725.000 und rund einer Million Menschen an den Folgen eines Mückenstichs. Zum Vergleich: Schlangen töten etwa 80.000 bis 138.000 Menschen, Hunde (meist durch Tollwut) rund 25.000 bis 70.000 – und Haie gerade einmal etwa zehn.

Vermutlich nur kurze Zeit. Die Lebensdauer hängt stark von Temperatur, Feuchtigkeit und Versteckmöglichkeiten ab – und gerade ein Flughafen bietet mit viel Beton, wenig Feuchtigkeit und hohen Temperaturen denkbar schlechte Bedingungen. Kälte und Trockenheit sind für die Tiere tödlich. „Ich gehe nicht davon aus, dass sie wochenlang dort herumfliegt“, sagt Schmidt-Chanasit. Dass eine aus Afrika eingeschleppte Mücke über Monate überlebt, hält er für „extrem unwahrscheinlich“.

Eine völlige Entwarnung kann niemand geben, doch die Einschätzung der Experten ist beruhigend. Da die mutmaßliche Einschleppung bereits Anfang Juli stattfand, hält Schmidt-Chanasit weitere infizierte Mücken heute für unwahrscheinlich. Ob noch exotische Mücken nachweisbar sind, überwachen Gesundheitsbehörden und Flughafenbetreiber mit speziellen Fangprogrammen.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

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