Bildung: Neue Regeln, alte Probleme: Das ist zum Schulstart wichtig
Gut sechs Wochen hatten die Schülerinnen und Schüler im Südwesten Sommerferien, jetzt geht es wieder zurück ins Klassenzimmer.
Was ändert sich zum neuen Schuljahr und welche Baustellen bleiben? Für rund 1,5 Millionen Schülerinnen und Schüler und gut 140.000 Lehrkräfte sind die Sommerferien zu Ende – ab heute müssen sie wieder zurück ins Klassenzimmer.
Was ist zum Start ins neue Schuljahr wichtig? Ein Überblick über die größten Neuerungen und weiter bestehende Baustellen.
Anspruch auf Ganztagsbetreuung greift Die größte Änderung im Vergleich zum Vorjahr betrifft die laut Schätzungen rund 110.000 Erstklässlerinnen und Erstklässler an den Grundschulen im Land.
Sie – und ihre Eltern – haben ab diesem Jahr einen Rechtsanspruch auf eine ganztägige Betreuung.
Mindestens acht Stunden sieht das entsprechende Gesetz vor.
Der Anspruch gilt auch in den Ferien, mit Ausnahme von 20 Werktagen, an denen die Betreuung geschlossen sein darf.
Gehen die Kinder auf keine Ganztagsschule, dann sind für die Nachmittagsbetreuung die Kommunen zuständig.
Wie hoch Angebot und Nachfrage sind, ist noch nicht klar – Zahlen gibt es dazu bislang keine.
Die Bildungsgewerkschaft GEW sieht allerdings Nachbesserungsbedarf bei den Standards für die Betreuung.
Es fehlten verbindliche Qualitätsstandards, monierte Landeschefin Monika Stein.
Juniorklassen starten In der vergangenen Legislaturperiode hatte Grün-Schwarz einen millionenschweren Ausbau der Sprachförderung auf den Weg gebracht.
Nun startet mit den Juniorklassen ein weiteres Element des Pakets zum neuen Schuljahr .
Die Juniorklassen sind laut Kultusministerium ein der Grundschule vorgeschaltetes verpflichtendes Schuljahr für Kinder, die nicht ausreichend Deutsch sprechen oder andere Defizite bei ihrer Entwicklung haben.
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