Nährstoffmangel im Garten? - So wird Ihr Boden wieder fruchtbar und gesund
Nach einer ertragreichen Gartensaison bleibt der Boden oft ausgelaugt zurück. Pflanzen haben viele Nährstoffe verbraucht, und auch die Bodenstruktur kann mit der Zeit leiden. Doch mehr Fruchtbarkeit entsteht nicht durch wahlloses Düngen, sondern durch gezielte Pflege.
Müde Erde kann auf zwei Ebenen erschöpft sein, erklärt myHOMEBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer). Es fehlen Nährstoffe, oder die Bodenstruktur hat sich verschlechtert. Besonders Starkzehrer wie Tomaten, Kürbisse oder Kohl entziehen dem Boden viele Nährstoffe. Gleichzeitig können häufiges Betreten oder Arbeiten bei Nässe zu Verdichtungen führen. Die Folgen zeigen sich meist an schwächerem Wachstum, geringeren Erträgen und einer höheren Anfälligkeit der Pflanzen für Krankheiten.
Einfach Dünger auszubringen, ist laut Gartenbautechniker Gottfried Röll oft keine gute Lösung. Viele Gartenböden sind bereits ausreichend oder sogar übermäßig mit Kalium und Phosphor versorgt. Ob tatsächlich ein Mangel vorliegt, zeigt eine Bodenanalyse. Sie liefert Informationen zu pH-Wert und Nährstoffversorgung und kostet meist zwischen 20 und 35 Euro. Auf dieser Grundlage lassen sich Verbesserungen gezielt planen.
Kompost gilt als wichtigstes Mittel gegen ausgelaugte Erde. Er liefert Nährstoffe und fördert das Bodenleben. Auch Mulch aus Rasenschnitt, Laub oder Stroh schützt den Boden, hält Feuchtigkeit und unterstützt Mikroorganismen. Schwere, lehmige Böden profitieren zusätzlich von etwas Sand. Regenwürmer tragen mit ihren Gängen ebenfalls zu einer lockeren Struktur bei. Lassen Sie den Boden möglichst nicht offen liegen und lockern Sie Beete nur schonend, statt sie umzugraben.
Kaffeesatz oder andere Hausmittel können helfen, sollten aber nur sparsam eingesetzt oder über den Kompost verwertet werden. Für Kübel und Töpfe empfiehlt sich eine Mischung aus einem Drittel alter Erde, einem Drittel frischer Erde und einem Drittel Kompost. Hochbeete sollten regelmäßig mit frischem Material ergänzt werden. Zusätzlich verbessert eine Gründüngung mit Pflanzen wie Phacelia, Klee, Buchweizen oder Lupinen die Bodenstruktur, fördert den Humusaufbau und kann Stickstoff binden. So erhält erschöpfte Erde langfristig ihre Fruchtbarkeit zurück.
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